Führungsgruppe Katastrophenschutz informiert sich beim THW

Hochwasser, schlammige Fluten, zerstörte Brücken: In solchen und anderen Not- und Katastrophenfällen steht das THW mit technischem Wissen und Geschick bereit. Die Freisinger Ortsgruppe ist besonders spezialisiert auf kurzfristigen Behelfsbrückenbau, auf Abstütztechnik, die Gebäude vor dem Einsturz sichert, auf Geländeerkundung per Drohne und darauf, mithilfe von Großpumpen große Mengen Wasser zu fördern.

 

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes (FüGK) informierte sich kürzlich über die Fähigkeit der Ortsgruppe stabile Behelfsbrücken mit hoher Tragkraft zu bauen. Ende April errichteten die Einsatzkräfte des THW zu Übungszwecken eine Brücke am Domberg nahe der Ottostraße. „Ein Feldbrückensystem, das man mal schnell aufbauen kann“, beschrieb es THWler Marco Eisenmann vor Ort. „Schnell“ hieß in diesem Fall: innerhalb eines Wochenendes.

Eine Kräfte-Ressource für den Katastrophenfall

 

Die ehrenamtlichen Helfer fügten die einzelnen Stahlteile der Brücke vom Typ Bailey mithilfe von Kränen zusammen und verbanden sie über eingeschlagene Bolzen. Schließlich wurde die Konstruktion per Radlader über die Moosach geschoben, um Baufahrzeugen die Zufahrt zur Dombaustelle zu ermöglichen. Die Tragfähigkeit der Brücke: 30 Tonnen. Gleich mehrere solcher Behelfsbrücken hatte das Freisinger THW 2016 bei der Starkregenkatastrophe in Simbach am Inn errichtet, wo die Fluten einen ganzen Ort verwüsteten.

 

Was in Freising nun eine Demonstration des Könnens war, ist im Notfall eine wichtige Kräfte-Ressource für das Landratsamt. Als Katastrophenschutzbehörde ist dieses nicht nur dafür verantwortlich im Katastrophenfall schnell und überlegt zu handeln, sondern auch schon im Vorfeld Katastrophen abzuwehren und dazu notwendige Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen. Hochwasser, Flugzeugabsturz, Großbrand, Reaktorunglück, Seuchen, Terrordrohung, flächendeckender Stromausfall, Wasserknappheit – diese Szenarien können sich allesamt zu einer Katastrophe ausweiten. Die FüGK kann in einem solchen Fall neben den Feuerwehren auch das THW und die Bundeswehr heranziehen, um dann mit vereinten Kräften die Krise zu bewältigen.

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