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Grafik: LH München/Thomas Rustemeyer

 

„Räume der Mobilität“ als große Chance auch für Freising:

Internationale Bauausstellung in der Metropolregion München

 

Die Metropolregion München ist einer der am stärksten prosperierenden Räume Deutschlands. Das hat neben vielen positiven auch negative Folgen: Flächenengpässe und Nutzungskonkurrenzen, ein wachsender Bedarf an bezahlbarem Wohnraum und nachhaltiger, bedarfsgerechter Mobilität sowie zunehmende Umweltbelastungen durch Lärm und Feinstaub. Das erfordert einen verträglichen Umgang mit urbaner Dichte sowie kurz-, mittel- und langfristig wirksame Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung. All diese Herausforderungen stellen sich in den Kommunen der Metropolregion München in gleicher oder ähnlicher Weise. Wir können sie nur gemeinsam bewältigen.

 

Deshalb hat die Landeshauptstadt München gemeinsam mit Kommunen, Fachwelt, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie dem Verein Europäische Metropolregion (EMM e.V.) die Internationale Bauausstellung (IBA) „Räume der Mobilität“ in der Metropolregion München vorbereitet. Die IBA verfolgt das Ziel, die Räume der Mobilität in der Metropolregion München durch exzellente und innovative Projekte beispielgebend und nachhaltig für die Zukunft der Metropolregion München zu verbessern.

 

Die IBA in der Metropolregion München will ein international beachtetes Schaufenster für Architektur, Ingenieurbaukunst und Baukultur aus Bayern bieten. Sie wird nicht nur die erste IBA sein, die das herausfordernde Thema Mobilität in den Mittelpunkt rückt, sie wird auch die erste IBA im Freistaat Bayern sein.

 

Besonders an der IBA in der Metropolregion München ist zudem, dass sie rein kommunal initiiert wurde und vornehmlich von Kommunen getragen wird. Sie bildet damit den gemeinsamen Gestaltungswillen und die Innovationskraft der Städte, Landkreise und Gemeinden in der Metropolregion ab.

 

Die IBA wird mit Partnern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Hochschulen, Forschung und Entwicklung bei der Trägerschaft und Finanzierung von Projekten zusammenarbeiten. Sie wird die Projekte eng mit Plänen und Programmen des Freistaats und des Bundes verzahnen, denn eine wesentliche Aufgabe und Chance der IBA ist die Akquise und Vermittlung von Fördermöglichkeiten für die Projekte. Zugleich ist davon auszugehen, dass die Projekte der IBA auf allen Ebenen prioritär bearbeitet werden, um eine schnellere und wirksamere Umsetzung bis zum Präsentationsjahr 2034 zu ermöglichen. Es ist zu erwarten, dass eine IBA in der Metropolregion München erhebliche Investitionen für die gesamte Region, auch im privaten Sektor, auslösen wird.

 

Für die Metropolregion München ist der circa zehnjährige IBA-Zeitraum eine Chance, um Kooperationen auszubauen und neue, auf konkrete Lösungen orientierte Arbeitsprozesse zu entwickeln. Während ihrer Laufzeit kooperiert die IBA mit den bestehenden regionalen Institutionen und Partnern, die neue Projektträgerkonstellationen entwickeln und so eine neue Zusammenarbeitskultur auf allen Ebenen erproben werden. Die Impulse der IBA sollen in den regionalen Arbeitsprozessen und Strukturen weitergeführt, als Kooperation der Innovationsregion München verstetigt und nach Ablauf der IBA fortgesetzt werden.

 

Der Landkreis Freising, vertreten durch Landrat Helmut Petz und Kreisbaumeisterin Antonia Seubert, engagiert sich bereits seit 2019 für das wichtige Zukunftsprojekt IBA. Im Juni 2022 hat der Kreistag des Landkreises Freising beschlossen, sich als Gesellschafter an der IBA zu beteiligen. Gemeinsam mit den anderen Mitgesellschaftern wie der Landeshauptstadt München, dem Landkreis München, den Städten Ingolstadt und Augsburg sowie dem EMM e.V. wurde der Gesellschaftsvertrag ausgearbeitet, am 21. November 2023 wurde die IBA Gesellschaft gegründet.

 

Im Herbst 2023 hat der Kreistag des Landkreises Freising einstimmig beschlossen, Landrat Helmut Petz als Mitglied in den Aufsichtsrat der IBA zu entsenden. „Wir im Landkreis Freising sind überzeugt davon, dass wir die Mobilitätsprobleme im Großraum München und in der Flughafenregion nur gemeinsam lösen können. Wir sind deshalb bereit, in der IBA bei der Umsetzung unserer gemeinsamen Mobilitätsprojekte eine engagierte Rolle zu übernehmen. Mich persönlich fasziniert der Gedanke, dass wir durch den IBA-Prozess und die darin eingebundene fachliche Expertise auch die Chance haben, auf Lösungsansätze zu stoßen, von denen wir heute vielleicht noch gar nichts wissen. Ich hoffe, dass der IBA-Prozess nachhaltige Mobilitätskonzepte hervorbringen wird, die bei uns im Großraum München gut funktionieren und vielleicht auch international Beachtung finden werden“, so Freisings Landrat Helmut Petz.

 

  • Gründung IBA GmbH:
    Die Gründungsgesellschafter der IBA-GmbH von links nach rechts: Wolfgang Wittmann, Geschäftsführer des EMM e.V.; Landrat Helmut Petz, Landkreis Freising; Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf, Stadt Ingolstadt; Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk, München; Oberbürgermeister Dieter Reiter, Landeshauptstadt München; Landrat Christoph Göbel, Landkreis München; Baureferent Steffen Kercher in Vertretung von Oberbürgermeisterin Eva Weber, Stadt Augsburg.                             

Foto: Michael Nagy/Presseamt München

 

Neben den Aufsichtsratsmitgliedern hat auch die IBA Fachgruppe ihre Arbeit aufgenommen. In einem laufenden Prozess werden Leitthemen definiert, die das Ziel vor Augen haben, Projekte in der Region zu finden und neue, innovative Maßstäbe zu setzen. Die ersten Gemeinden des Landkreises Freising haben bereits signalisiert, Projekte einreichen zu wollen. Die Gemeinde Neufahrn plant, den Bahnhof als Mobilitätshub auszubauen und einen Ort der Begegnung zu schaffen. Hierbei könnten auch dringend benötigte Ansätze wie ein Lückenschluss zur U-Bahnlinie 6 mit einfließen. Auch der Stadt Freising gab die IBA einen entscheidenden Impuls zur Weiterentwicklung des Bahnhofsareals. Entstehen soll ein Stück Zukunftsstadt, bestens vernetzt mit der Stadt und der Region: neue Maßstäbe in puncto sozialer Teilhabe, ökologischer Vernetzung und klimagerechter Stadtentwicklung.

 

Auch im internationalen Kontext präsentiert die IBA diese Maßstäbe durch Innovation, Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung und Ressourceneinsatz sowie den Vorbildcharakter beispielgebender Projekte in der Metropolregion München. Die im IBA-Prozess erprobten und umgesetzten neuen Lösungsansätze für die Gestaltung der Metropolregion in den Bereichen Mobilität, Klimaschutz, bezahlbarem Wohnraum sowie der Verbindung von Wohnen, Arbeit und Freizeit sollen Antworten geben auf Herausforderungen, die sich weltweit in großstädtischen Ballungsräume stellen. Die Region München wird so mit der IBA zur Modellregion für wachsende Metropolregionen. Lösungen und Projekte, die hier umgesetzt werden, können in andere Stadtregionen in Bayern, Deutschland und weltweit exportiert werden.

 

 

  • IBA-Walk_Quintett:
    Freisings Stadtbaumeisterin Barbara Schelle (v.li), Freisings OB Tobias Eschenbacher, Freisings Landrat Helmut Petz, Alik Rätzke vom Bauamt des Landkreises und Jonas Bellingrodt vom Amt für Stadtplanung und Umwelt der Stadt Freising haben sich beim mehrstündigen IBA-Walk im Mai vergangenen Jahres über die Möglichkeiten der baulichen Weiterentwicklung der Region Freising ausgetauscht.

                                                     

 


 

  • IBA-Walk_Teilnehmer:
    Auf großes Interesse stieß der erste IBA-Walk in Stadt und Landkreis Freising. Unter dem Motto „Räume der Mobilität“ möchte sich die Metropolregion München für die Zukunft aufstellen.

    Fotos: Landratsamt Freising

 

Link zur Internationalen Bauausstellung München:

Internationale Bauausstellung Metropolregion München - IBA GmbH (iba-m.de)

 

Ansprechpartner

Alik Rätzke
Zimmer 144

Tel.Nr.: 08161/600-177

Fax: 08161/600-171

E-Mail: alik.raetzke[at]kreis-fs.de

 

 

 

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