Veterinäramt appelliert an Landwirte, gegen die Blauzungenkrankheit zu impfen

Den Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen im Landkreis Freising genehmigt das Landratsamt ab sofort, ihre Tiere mit einem inaktivierten Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen. „Ein effektiver Impfschutz ist ein wichtiger und notwendiger Beitrag zur Tiergesundheit und auch zum Tierschutz“, betont die Leiterin des Veterinäramts Dr. Barbara Knauer-Kraetzl, „da der Erreger v.a. bei Schafen und Ziegen zu schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen führen kann.“ Zu berücksichtigen sei außerdem, dass durch die allgemeine Klimaerwärmung eine sichere Abtötung der Insekten, die die Krankheit übertragen, auch in der sog. kalten Jahreszeit nicht gegeben ist.

 

Seit dem Jahr 2014 hat sich die Blauzungenkrankheit von Griechenland über den Balkan Richtung Nordwesten ausgebreitet. Ende 2015 und Anfang 2016 wurden Fälle in Österreich festgestellt. Im Jahr 2016 waren bisher im Wesentlichen Italien, Slowenien, Kroatien und Serbien betroffen. Die Fälle im Norden Italiens, bei denen hauptsächlich Rinder und Schafe, aber auch einzelne Ziegen- und Mufflonbetriebe betroffen sind, liegen zum Teil weniger als 150 km entfernt von der deutschen Grenze entfernt.

 

In Frankreich zirkuliert die Blauzungenkrankheit seit August 2015. Im Herbst 2016 stieg die Anzahl gemeldeter Fälle wieder stark an und es kam zu einer Ausdehnung des betroffenen Gebiets. Inzwischen liegen einige der gemeldeten Fälle ebenso weniger als 150 km von der deutschen Grenze entfernt. Wegen des weiteren Fortschreitens dieser Tierseuche  in Richtung Deutschland, der damit einhergehenden räumlichen Nähe des Landkreises Freising zum aktuellen Geschehen und der Tatsache, dass v.a. aus Frankreich Rinder in den Landkreis verbracht werden, hat das Landratsamt jetzt die Erlaubnis zur Impfung verfügt.

 

 

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