Symbolische Schlüsselübergabe: Landkreis übernimmt Karl-Meichelbeck-Realschule

Jetzt ist es offiziell: Nach der symbolischen Schlüsselübergabe ist der Landkreis Freising nun Sachaufwandsträger für die Karl-Meichelbeck-Realschule Freising. Damit kümmert sich die Landkreisverwaltung nun um insgesamt zwölf Schulen.

 

„So haben wir einen ersten Tag nach den Ferien noch nie begonnen“, sagte Schulleiterin Christine Obermaier bei der kleinen Feierstunde in der Turnhalle. Rund 300 Schülerinnen und Schüler hatten sich dort versammelt. In zweifacher Hinsicht sei der Tag ein besonderer, so Obermaier. Zum einen sei es der erste Schultag 2017, zum anderen der erste unter der Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises. „Dieser kommt ab sofort für alle Kosten auf, die wir als Schule verursachen.“

 

„Ihr könnt euch vorstellen: Da geht´s um viel Geld“, sagte Landrat Josef Hauner zu den Schülern. Er bedankte sich sehr herzlich bei der Stadt Freising, „die über viele Jahrzehnte hinweg die Sachaufwandsträgerschaft gehalten hat“. Der Landrat zeigte sich überzeugt davon, dass die Schule und die Landkreisverwaltung sehr gut zusammenarbeiten werden. Den Schülern wünschte er einen guten Start in das „Schul“-Jahr 2017.

 

1969 wurde die Karl-Meichelbeck-Realschule gegründet, über 40 Jahre lang kümmerte sich die Stadt Freising um deren Belange. Freiwillig, denn gesetzlich ist der Landkreis für Realschulen und Gymnasien zuständig. Seit dem Entschluss der Stadt, die Schulen abzugeben, verhandeln beide Parteien über die Übernahme auch von Dom- und Hofmiller-Gymnasium, die in den nächsten Jahren folgen werden. „Es waren sehr konstruktive Gespräche, die zu einem guten Ergebnis geführt haben“, sagte Hauner. Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher sprach dem Landrat und seinen Mitarbeitern seinen Dank dafür aus, dass das Ganze „so unaufgeregt und unkompliziert“ abgelaufen sei. Den Landkreis bezeichnete der OB als „sehr guten Träger“, der die Schule sicher auch in Zukunft  „umsorgen und pflegen“ werde.

 

Schüler, Lehrer und Hausmeister sollen im Schulbetrieb möglichst wenig bemerken, dass ein anderer Aufwandsträger verantwortlich zeichnet. Dieses Ziel hat sich Landrat Hauner gesetzt. „Das werdet ihr im Alltag vermutlich gar nicht wahrnehmen“, sagte Eschenbacher. „Ihr seid beim Landkreis in guten Händen.“

 

Schulleiterin Obermaier bedankte sich für die stetige Unterstützung der Stadt. „Sie hatten immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen. Das war keine Selbstverständlichkeit.“  Im Landkreis sehe sie ebenfalls einen „aufmerksamen und uns zugewandten Sachaufwandsträger“. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit.

Symbolische Schlüsselübergabe (v.l.): Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Schulleiterin Christine Obermaier und Landrat Josef Hauner

Das Blechbläserensemble der Schule untermalte die Feierstunde musikalisch

Rund 300 Schülerinnen und Schüler hatten sich in der Turnhalle eingefunden