Mit dem Landrat unterwegs bei der Firma Jungheinrich in Moosburg

Einzelteile eines Staplers

Geschäftsführer Bernd Tüshaus und Landrat Josef Hauner im Gespräch

Die Teilnehmer schauten sich interessiert um

Die Produktionsschritte wurden eingehend erklärt

Landrat Josef Hauner lobte das Engagement für die Ausbildung

Tipps vom Profi

Die finale Prüfung im Lichttunnel

Gruppenbild mit Stapler

„Interessante Einblicke“ haben etwa 25 Bürgerinnen und Bürger am Freitag, 9. September, erhalten. Im Rahmen der Aktion „Mit dem Landrat unterwegs“ besuchten sie das Stammwerk der Firma Jungheinrich in Moosburg. Geschäftsführer Bernd Tüshaus informierte seine Gäste über das börsennotierte Unternehmen, das im Bereich der Produktion von Flurförderzeugen zu den drei größten der Welt gehört.

 

„Wir sind stolz, so ein Unternehmen hier in unserem Landkreis zu haben“, betonte Landrat Josef Hauner. Jungheinrich gehöre zu den größten Arbeitgebern und leiste damit einen wichtigen Beitrag zu der guten wirtschaftlichen Situation im Landkreis Freising. Diese resultiere aus der „gesunden Mischung aus kleinen und mittelständischen Betrieben und international tätigen Konzernen“. Jungheinrich, so Hauner, habe ein „eindeutiges Bekenntnis zum Standort Moosburg“ abgegeben, indem es vor drei Jahren das zweite Werk im Gewerbegebiet Degernpoint errichtet habe.

 

Der Landrat bietet seit einigen Jahren den Bürgern immer wieder die Chance, mit ihm gemeinsam eine Firma oder eine andere Einrichtung zu besuchen – zuletzt beispielsweise den Lehrbienenstand in Freising-Neustift und die Schlossbrauerei Au. „Es ehrt und freut mich, dass Sie diesmal uns ausgesucht haben“, sagte Tüshaus.

 

Bald sollen 30.000 Stapler pro Jahr vom Band laufen

1953 wurde Jungheinrich gegründet. Inzwischen sei man in rund 100 Ländern vertreten und stehe mit einem Jahresumsatz von 2,75 Milliarden Euro auf Platz drei der entsprechenden Weltrangliste. Nicht nur Gabelstapler in allen Varianten, sondern auch Logistiksysteme und Dienstleistungen wie Staplervermietung gehören zum Geschäftsmodell.

 

Der erste Gabelstapler Europas wurde bereits in den 1940ger Jahren in Moosburg gebaut. Damals noch unter dem Namen „Steinbock“. „Die Tochter ist schon älter als die Mutter“, erläuterte Tüshaus. Denn das Werk, das Jungheinrich im Jahre 1994 übernahm, war bereits 1922 eröffnet worden. Landmaschinen wurden dort zunächst hergestellt, doch das änderte sich bald. Seit 2014 wird das Stammwerk umgebaut, in Zukunft sollen pro Jahr 30.000 Stapler vom Band rollen.

 

Rundgang durch das Werk

Wie das geht, das durften sich die Besucher anschließend bei einem Rundgang genau anschauen. Zunächst erlebten sie, welche Teile nacheinander an das am Ende fertige Fahrzeug an- oder eingebaut werden. Dann das Ganze noch einmal rückwärts – ein Elektrostapler wurde quasi von Station zu Station in seine Einzelteile zerlegt.

 

Ebenfalls völlig neu ist die Lehrwerkstatt. Dort lernen die Auszubildenden das Rüstzeug für ihre Arbeit: feilen, schleifen, schweißen, fräsen. „Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?“, fragte Landrat Hauner eine junge Dame. Ramona Gieshoidt ist eine Vorpraktikantin für ihr späteres Studium. Insgesamt werden bei Jungheinrich derzeit 76 junge Leute in sieben Berufsbildern ausgebildet. „Wir legen einen besonderen Wert auf die Ausbildung“, sagte Tüshaus. Das hob auch der Landkreischef lobend hervor. Ebenso wie die besonderen Maßnahmen im Bereich Arbeitsschutz. „Das zeigt, dass das Wohl der Mitarbeiter im Vordergrund steht.“

 

Mit reichlich neuen Eindrücken machten sich die Teilnehmer dann wieder auf den Heimweg. Aber erst nachdem sich Josef Hauner bei Bernd Tüshaus und den beiden Hausführern Sebastian Voit und Maximilian Stadler bedankt hatte.