Jubiläum der Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie am Klinikum Freising

Für die operative Behandlung aller degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule sowie Verletzungen des Gehirns und der Wirbelsäule sind am Klinikum Freising die Neurochirurgen als Spezialisten der Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie zuständig. Diese Abteilung wurde im Frühjahr 2006 von Professor Dr. Anna-Elisabeth Trappe, die vom Klinikum rechts der Isar nach Freising kam, gegründet. Die Abteilung hat sich seitdem sehr erfolgreich etabliert und weiterentwickelt. Von Beginn an ist die Abteilung weit über Bayern hinaus anerkannt und wird auch von internationalen Patienten aufgesucht. Bis heute ist Prof. Trappe der Abteilung als Konsiliarärztin verbunden. Am 1. Juli 2012 übernahm Dr.  Manfred Späth als Chefarzt die Leitung der Abteilung. Diese blickt damit heuer nicht nur auf über zehn Jahre erfolgreiche Arbeit zurück, sondern feiert auch das fünfjährige Bestehen in ihrer jetzigen Form.


Das Einzugsgebiet der Abteilung reicht weit über den Landkreis Freising hinaus: Nicht nur Patienten aus dem europäischen Ausland, sondern sogar aus Russland und den USA werden vom Team der
Wirbelsäulenchirurgie in Freising beraten und behandelt.


Den Schwerpunkt stellen die Operationsverfahren im Bereich der Wirbelsäulen in mikrochirurgischer Technik dar. Das häufigste Krankheitsbild – zahlenmäßig sogar noch vor dem Bandscheibenvorfall – ist mittlerweile die Spinalstenose, also die Verengung des Wirbelkanals mit Kompression der Nervenstrukturen. Diese tritt häufig bei älteren Menschen auf, meist im Bereich der Lenden- oder Halswirbelsäule und kann unbehandelt neben Schmerzen zur zunehmenden Immobilität führen. „Mit der allgemein erhöhten Lebenserwartung unserer Zeit steigt die Anzahl der Patienten, die an einer Spinalstenose erkranken“, sagt Chefarzt Dr. Späth. „Gleichzeitig haben sich die Operations- und Narkosetechniken derart weiterentwickelt, dass meistens auch im hohen bis sehr hohen Lebensalter die Lebensqualität durch einen Eingriff unter dem Mikroskop mit geringem Risiko erheblich verbessert werden kann.“


Pro Jahr werden vom Team der Wirbelsäulenchirurgie mehr als 1000 Patienten beraten. Operiert werden müssen dann nach Aufklärung in der Sprechstunde rund 650 Patienten. „Wir schauen da extrem genau hin, was unbedingt operiert werden muss – und was konservativ behandelt werden kann und wählen dementsprechend äußerst kritisch aus“, sagt Dr. Späth. Dringend erforderlich seien Operationen meistens bei einsetzenden Lähmungserscheinungen. Auch anhaltende oder stärker werdende Schmerzen, bei denen die konservative Therapie nicht greift, können Anlass für einen Eingriff sein. Die Kernspin- und CT-Bilder müssen dabei den Operationsgrund klar und eindeutig darstellen. Viele operative Eingriffe sind bei Instabilitäten der Wirbelsäule oder Tumoren indiziert und werden dann ebenfalls in Freising durchgeführt.


„Unsere Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie hat sich seit ihrem Bestehen sehr gut etabliert“, sagt Andreas Holzner, Geschäftsführer der Klinikum Freising GmbH. „Gerade der Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten in der Region und bis nach München trägt zu ihrem Erfolg bei. Dem Team von Dr. Späth wünsche ich auch für die Zukunft alles Gute und weiterhin das Vertrauen der Patienten.“

Chefarzt Dr. Manfred Späth (3.v.l.) mit seinem Team der Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie am Klinikum Freising

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