Jobcenter ist gut aufgestellt

Das für das Arbeitslosengeld 2 zuständige Jobcenter blickte in seiner jüngsten Trägerversammlung unter Leitung von Landrat Josef Hauner auf ein bislang erfolgreiches Jahr zurück. Auch die Aussichten für 2017 sind positiv. „Wir sind gut aufgestellt“, fasste Geschäftsführer Bernhard Reiml zusammen. Während es im Vorjahr gelang, 450 Personen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sind es in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits 462 gewesen „und ich bin sicher, dass es auch im letzten Quartal noch gelingen wird, weiteren Menschen zu einem neuen Start ins Erwerbsleben zu verhelfen“, berichtete Reiml.

Große Freude bereitete den Freisingern die Nachricht aus Berlin, dass im kommenden Jahr erneut mehr Mittel für das hiesige Jobcenter zur Verfügung stehen. „Auf Basis der aktuellsten Schätzwerte des Bundes stehen dem Jobcenter Freising in 2017 rund 4,5 Mio Euro zur Verfügung“, informierte Bernhard Reiml. „Das ist ein Plus von rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr.“ Die Mittelsteigerung trägt der neuen Herausforderung für das Jobcenter Rechnung, rund 580 anerkannte Flüchtlinge für den hiesigen Arbeitsmarkt fit zu machen. Laut Raphael Steinberger, dem Leiter des Vermittlungsbereichs, ist man bereits neue Wege gegangen, indem zwei Kurse gestartet wurden, in denen sowohl konkrete berufliche Inhalte wie die pflegerische Arbeit am Menschen bzw. Fachkenntnisse der Metallbearbeitung und Schweißen als auch das entsprechende berufsbezogene Deutsch vermittelt werden.

 

Zurzeit werden vom Jobcenter 1.780 erwerbsfähige Leistungsempfänger und deren Familienangehörige betreut, das sind rund 120 mehr als im Vorjahr. Jeden Tag kommen rund 40 Menschen ins Antragsbüro, um sich über Arbeitslosengeld 2 zu informieren.

 

Auch für 2017 sind die Aussichten am Arbeitsmarkt günstig. Die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen bleibt auf hohem Niveau, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird voraussichtlich weiter steigen. Die Aktivitäten des Jobcenters Freising werden sich in erster Linie darauf konzentrieren, die Kunden entsprechend ihrer individuellen Situation zu beraten und die Arbeitgeber bei der Suche nach geeignetem Personal aktiv zu unterstützen. Weiterhin bleiben die professionelle Beratung und das Schaffen einer Anschlussperspektive für geflüchtete Menschen, die ihre Integrationskurse abgeschlossen haben, eine große Aufgabe für das Jobcenter.

 

Landrat Josef Hauner und Karin Weber, Chefin der Arbeitsagentur, dankten den Teams im Jobcenter für ihre hervorragenden Leistungen und zeigten sich sehr erfreut über die partnerschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Träger.