Gesundheitsregion Plus: Gesundheitsministerin überreicht Förderbescheid

Das Förderprogramm "Gesundheitsregionen plus" von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml ist weiter auf Erfolgskurs. Am Dienstag überreichte die Ministerin offiziell acht weitere Förderbescheide an bayerische Städte und Landkreise. Auch Freisings Landrat Josef Hauner und Geschäftsführerin Susanne Bauer durften ihren Bescheid entgegen nehmen.

 

Huml betonte anlässlich der Übergabe in München: "In einem Flächenland wie Bayern sind regionale Lösungen im Gesundheitsbereich besonders wichtig. So unterschiedlich die regionalen Strukturen sind, so individuell sind auch die Herausforderungen und deren Lösungen."

 

Ressourcen bündeln

Hauptziel der Gesundheitsregion plus ist es, regionale Netzwerke zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung und der Optimierung der Gesundheitsversorgung zu schaffen. "Hier im Landkreis wird in diesem Bereich bereits sehr viel getan. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden. Wir wollen unterstützen und vernetzen, um vorhandene Resourcen zu bündeln", sagt Geschäftsführerin Bauer.

 

Alle Akteure, die im Landkreis im Gesundheitsbereich aktiv sind, wurden bereits im Oktober 2016 beim Gesundheitsforum an einen Tisch geholt, um gemeinsam die Schwerpunkte im Landkreis festzulegen, mögliche Defizite festzustellen und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. "Wir wollen nicht nur Papier produzieren, sondern nachhaltig arbeiten. Es müssen keine riesigen Ziele sein, die wir setzen. Aber wenn wir uns etwas vornehmen, dann soll das auch umgesetzt werden", betont Landrat Hauner.

 

Drei Arbeitsgruppen

Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung sind die Schwerpunktthemen der bayerischen Initiative. Damit beschäftigen sich auch zwei Arbeitsgruppen. "Uns im Landkreis Freising ist auch die demografische Entwicklung sehr wichtig. Darum haben wir dafür eine zusätzliche Arbeitsgruppe ins Leben gerufen", sagt Susanne Bauer.

 

Die Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“, unter der Leitung von Dr. med. Lorenz Weigl, Leiter des Gesundheitsamtes Freising, greift unter anderem Themen wie „Gesundheitsförderung in Kindergärten, Schulen, Betrieben und bei Migranten“ und „Bildung eines Netzwerks zur Betreuung von Angehörigen bei einem Krankenhausaufenthalt“ auf. Für die Arbeitsgruppe "Gesundheitsversorgung“ konnte Dr. med. Anneliese Lengl als Leiterin gewonnen werden. Hier geht es um Themen wie ambulante Pflege, Hospizversorgung, Sprachausbildung von Pflegekräften aus dem Migrantenkreis und die ärztliche Versorgung in den Randgebieten des Landkreises. Die dritte Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema „Demographischer Wandel“ und wird geleitet von Dr. med. Heino Pause. Als erste Maßnahme dieser Projektgruppe ist eine öffentliche Informationsveranstaltung über gesetzliche Neuerungen im Pflegebereich geplant.

 

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert Landkreise und kreisfreie Städte, die "Gesundheitsregionen plus" bilden, mit bis zu 250.000 Euro je Region. Die offiziellen Förderbescheide gingen jetzt neben dem Landkreis Freising auch an Stadt und Landkreis Ansbach, Landkreis Erding, Landkreis Forchheim, Landkreis Landsberg am Lech, Stadt und Landkreis Regensburg, Landkreis Rosenheim und an die Stadt Straubing.

 

Oberstes Ziel bayerischer Gesundheitspolitik sei es, eine hochwertige medizinische Versorgung wohnortnah in allen Regionen im Freistaat zu erhalten, unterstrich Huml. So sollen in den einzelnen Regionen die unterschiedlichen Stärken weiterentwickelt werden. "Gleichzeitig möchte ich Gesundheitsförderung und Prävention noch stärker in den Alltag der Menschen integrieren. Denn am besten ist es, erst gar nicht krank zu werden."

Gesundheitsministerin Melanie Huml (2.v.r.) überreichte den Förderbescheid an (v.l.) Barbara Weinmann (Referentin des Landrats), Geschäftsführerin Susanne Bauer, Landrat Josef Hauner und Landtagsabgeordneten Dr. Florian Herrmann