Gesundheitsamt empfiehlt Grippeimpfung für bestimmte Personengruppen

Das Gesundheitsamt Freising schließt sich dem Aufruf des Robert Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) an: „Das Risiko einer Influenza-Erkrankung ernst nehmen!“ Am besten lassen sich Ältere, chronisch Kranke und Schwangere vor Beginn der Grippesaison im Oktober und November impfen, da sie ein höheres Risiko für schwere Verläufe und lebensbedrohliche Komplikationen im Falle einer Infektion mit Influenza(Grippe)viren haben. Zudem sollten alle geimpft sein, die häufigen Kontakt zu den genannten Personengruppen haben, vor allem das Medizin- und Pflegepersonal.

 

Da sich die Influenzaviren ständig verändern, wird eine jährliche Grippeimpfung empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht jährlich frühzeitig eine Empfehlung für die Zusammensetzung des jeweils aktuellen Impfstoffes aus. Da dieser Impfstoff nicht immer haargenau auf die sich über die Kontinente verbreitenden vorherrschenden Influenzaviren passt, kann die Effektivität des Impfstoffs von Jahr zu Jahr etwas schwanken. Auch die Stärke der saisonalen Grippewellen und der jeweilige Anteil der zirkulierenden Grippevirustypen und -subtypen können sehr unterschiedlich sein. Jedoch ist die Impfung trotz der schwankenden Effektivität die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Influenza-Infektion. Die Impfstoffe für die neue Saison 2016/2017 unterscheiden sich in zwei der drei Komponenten gegenüber denen der vorangegangenen Saison. Das Paul-Ehrlich-Institut hat bereits rund 14 Millionen Impfdosen freigegeben.

 

Neben der Impfung sind für alle Menschen, insbesondere für Gruppen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko, weitere Maßnahmen empfohlen, um das Risiko einer Influenza-Infektion zu verringern. Hierzu zählen zum Beispiel regel­mäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife und Abstand zu erkrankten Personen zu halten.

 

Bei Patienten mit akuten Atemwegssymptomen während einer Grippewelle sollten Ärzte eine Influenza-Erkrankung unabhängig vom Impfstatus in Betracht ziehen. Insbesondere Menschen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten ihren Arzt frühzeitig zu Rate ziehen. Gerade ältere Personen bekommen häufig kein Fieber und nehmen ärztliche Hilfe zu spät in Anspruch.

 
 

Weitere Informationen
www.impfen-info.de/grippe
www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza
www.rki.de/influenza
www.pei.de/influenza-impfstoffe