Gedankenaustausch der Landräte zum geplanten dritten Nationalpark in Bayern

Zum gemeinsamen Gedankenaustausch über den geplanten dritten Nationalpark in Bayern trafen  sich am Samstag, 18. November, die Landräte der Landkreise Freising, Kelheim, Neuburg-Schrobenhausen, Donau-Ries, Rhön-Grabfeld, Eichstätt und Pfaffenhofen sowie der Bürgermeister der Stadt Ingolstadt im Landratsamt Kelheim.

 

Das Gespräch wurde fachlich um die Ausführungen des Landrates des Landkreises Rhön-Grabfeld zu einem möglichen Standort eines dritten Nationalparks in der Rhön bereichert. Die Teilnehmer sehen sich dabei nicht als Konkurrenten um den zukünftigen Standort, sondern werden sich im weiteren Fortgang der Diskussion im Sinne einer kooperativen Zusammenarbeit gegenseitig unterstützen.

 

Die Anwesenden kamen überein, dass ein Nationalpark grundsätzlich einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit einer Region liefern kann, wenn dieser auf der Grundlage eines durchdachten Konzeptes mit adäquaten Lösungsansätzen für konkrete Probleme entwickelt wird. Neben diesem grundlegenden Konzept ist jedoch insbesondere auch die Information der Bevölkerung vor Ort von zentraler Bedeutung für das Gelingen eines solchen Projektes. In diesem Zusammenhang wäre die Einrichtung sowohl eines stationären Informationsbüros als auch eines mobilen Informationsbusses wünschenswert. Auf diesem Wege könnte die Information und damit einhergehend auch die Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort noch umfassender durch das verfahrensführende Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz erreicht werden.

 

Um die Diskussion im aktuellen Stadium weiterbringen zu können, ist nun zeitnah die Erstellung eines grundstücksscharfen Umgriffes durch das Ministerium notwendig. Anhand dieser konkreten Informationen können dann erst abstrakte Problemstellungen sachlich fundiert erörtert werden. Daneben wären ebenfalls erste Informationen zu den fachlich vorgesehenen Einrichtungen, beispielsweise zum Thema wissenschaftliche Forschung, erstrebenswert. Um das Anliegen einer noch ausführlicheren Information durch das Ministerium zu unterstreichen, wird eine gemeinsame Erklärung an Staatsministerin Ulrike Scharf verfasst.

 

Die Anwesenden waren sich einig, dass das Projekt eines dritten Nationalparks grundsätzlich nur gelingen kann, wenn es auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und mit der Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger entwickelt wird. Freisings Landrat Josef Hauner wies erneut darauf hin, dass das Verfahren ergebnisoffen ablaufen muss und bisher keinerlei Festlegungen getroffen wurden.

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