„Eine wahrlich stolze Leistung“: Ehemaliger Kreisbrandrat Heinz Fischer verabschiedet

Am Ende erhoben sich alle im Saal von ihren Stühlen. Standing Ovations für den scheidenden Kreisbrandrat. 15 Jahre bekleidete Heinz Fischer dieses wichtige Amt, ehe er im Januar 2017 die Altersgrenze erreichte. Bei einer Feierstunde im Großen Sitzungssaal des Landratsamts Freising wurde der 63-Jährige nun offiziell verabschiedet.

 

 Viele Gäste hatten sich eingefunden, um Fischer in einem würdigen Rahmen für sein langjähriges Engagement zu danken: Bürgermeister, die Kommandanten der Kreisfeuerwehren, das Kreisbrandkommando, die Polizeichefs im Landkreis und Vertreter der anderen Hilfsorganisationen waren gekommen, so dass der Große Sitzungssaal gut gefüllt war.

 

34 Dienstjahre in Leitungspositionen

34 Dienstjahre in Leitungspositionen der Feuerwehr hat Heinz Fischer in seinem Lebenslauf stehen. „Eine wahrlich stolze Leistung“, sagte Landrat Josef Hauner, der das Wirken des ehemaligen Kreisbrandrats Revue passieren ließ. Bereits mit 16 Jahren war dieser in die Freiwillige Feuerwehr Wolfersdorf eingetreten, war dort stellvertretender Kommandant und 1. Kommandant. Ab 1989 war er auch im Kreisfeuerwehrverband tätig, zunächst als Kreisbrandmeister, später als örtlicher Einsatzleiter, Kreisbrandinspektor, stellvertretender Kreisbrandrat. Im Jahre 2002 schließlich wurde er ins höchste Ehrenamt der Feuerwehr gewählt.

 

Die Einführung des Digitalfunks habe Fischer „intensiv begleitet und vorangetrieben“, sagte Hauner. Außerdem war er maßgeblich am Aufbau der Integrierten Leitstelle und des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung beteiligt. Unter seiner Leitung als Kreisbrandrat wurden ferner die MP Feuer (Verwaltungssoftware für Feuerwehren) eingeführt und die Brandsimulations- und Löschtrainingsanlage im Feuerwehrausbildungszentrum in Zolling eingeweiht. Die rund 400.000 Euro teure Anlage sei „ein Meilenstein in der Aus- und Fortbildung“, betonte Fischer selbst in seiner Abschiedsrede.

 

Rund um die Uhr erreichbar, leidenschaftliches Interesse an allen Belangen des Feuerwehrwesens, stets ein offenes Ohr für alle Kameradinnen und Kameraden und selbst immer an vorderster Front dabei – diese Eigenschaften Fischers hob der Landrat besonders hervor. Wie bei den großen Hochwasserereignissen, als er die Betroffenen „durch hervorragende und vorausschauende Einsatzleitung“ vor noch größerem Schaden bewahrt habe. „Vielen Dank für ihren großartigen Einsatz“, schloss Hauner.

 

400.000 Lebensstunden im Dienste der Feuerwehr

„Du warst immer für deine Feuerwehren und deine Feuerwehrler da“, betonte Fischers Nachfolger Manfred Danner. Fast 400.000 seiner insgesamt rund 550.000 Lebensstunden habe er im Dienst der Feuerwehr verbracht, rechnete Danner vor. „Die Feuerwehr war dein Leben!“ Besonders am Herzen gelegen hätten Fischer Ausbildung, Ausrüstung, Jugendarbeit und Kameradschaft. „Ich hoffe, dass du deinen nagelneuen Enkel in die richtige Bahn lenkst“, sagte Danner zu dem frisch gebackenen Opa.

 

„Es war nicht immer leicht mit mir. Aber es war eine schöne Zeit“, resümierte Heinz Fischer schließlich. In seiner Zeit als Kreisbrandrat habe er zusammen mit allen Kameraden versucht, „die Feuerwehren zum Wohle der Bürger zu gestalten“. Bestmögliche Ausbildung und Ausrüstung der Feuerwehrleute – das war stets das Ziel Fischers, wie auch von Landrat Hauner. Schließlich gehe es bei jedem Einsatz um Menschen, sagte Fischer. „Wir sind im Landkreis gut aufgestellt.“ Und dann standen alle Anwesenden auf, klatschten und schenkten dem scheidenden Kreisbrandrat einen würdigen Abschied.

Geschenke überreichte Landrat Josef Hauner an Heinz Fischer und dessen Ehefrau Marlene

"Es war nicht immer leicht mit mir. Aber es war eine schöne Zeit", sagte Fischer

Gut gefüllt war der Große Sitzungssaal

Ein neuer Helm vom Nachfolger

Zahlreiche Feuerwehrkameraden verabschiedeten den Kreisbrandrat

Das Kreisbrandkommando

Standing Ovations

Nach dem offiziellen Teil wurde im Marstall gespeist

Mützen in Reih und Glied