Die Glonn wird erlebbar: Einweihung der neuen Ortsmitte in Allershausen

Mensch und Tier haben diesen wunderbaren Lebensraum bereits für sich eingenommen. Eltern mit Kindern tummeln sich am Wasser und am nahen Spielplatz, als sich zahlreiche Bürgermeister sowie viele weitere Beteiligte hier treffen, um die neue Ortsmitte in Allershausen einzuweihen. Mit dem zweiten Bauabschnitt, der Aufweitung der Glonn, sei der Ort „um ein lebendiges Forum reicher geworden“, sagte Landrat Josef Hauner in seinem Grußwort.

 

„Ich bin froh und glücklich, und auch ein kleines bisschen stolz“, sagte Bürgermeister Rupert Popp, nachdem sein Stellvertreter Martin Vaas die Gäste begrüßt hatte. Mit einer Klausurtagung des Gemeinderates hatte im Jahr 2010 alles begonnen. Es fehlte damals an einem gewachsenen Ortskern. Ein Ideenwettbewerb im Rahmen von Bachelorarbeiten, die Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf anfertigten, brachte viele gute Gestaltungsansätze. Auf deren Grundlage wurden Planungsbüros beauftragt, Vorschläge für die neue Ortsmitte einzureichen. Gewonnen hat schließlich das Büro Narr-Rist-Türk aus Marzling. Bei der Entscheidung dabei waren unter anderem auch Kreisbaumeisterin Antonia Seubert und Jörg Steiner, der heutige Leiter der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt.

 

Dass man die richtige Wahl getroffen hat, zeigt sich nun vor Ort. „Wie schon ein erster Rundblick zeigt, haben sich die intensiven Planungen und die Investition gelohnt“, sagte Landrat Hauner. Der Fluss kann über die neuen Terrassen leicht erreicht werden, über das seichte Wasser kann man auf die „Glonninseln“ hinübergehen. „Lassen Sie diesen Ort zu einem Teil ihres täglichen Lebens werden. Es ist schön, dass er bereits so gut angenommen wird“, freute sich der Bürgermeister. Und auch der Landschaftsarchitekt zeigte sich erfreut. „Ich bin glücklich, dass neben Vögeln und Fledermäusen, die die Nistplätze schon während der Bauphase für sich eingenommen haben, nun auch die jungen Menschen die Terrassen für sich in Anspruch nehmen.“ Man habe nicht nur einen Beitrag zur Naherholung, sondern auch zum Naturschutz und Umweltschutz geleistet. Letzteres weil Schadstoffe aus dem Boden entfernt worden waren.

 

„Jung und Alt, aus Allershausen und weit darüber hinaus können sich hier treffen. Die neue Ortsmitte dient der Geselligkeit“, sagte Hauner. Und außerdem gebe „ein solcher Platz einem Ort ein unverwechselbares Aussehen“. Der Gemeinderat habe mit seinen Überlegungen Visions- und Tatkraft bewiesen. „Ich freue mich auch, dass das Fachwissen aus Weihenstephan mit einbezogen wurde.“ Die durch Bäume und Büsche versteckte Glonn wieder erlebbar zu machen, sei absolut richtig gewesen. „Wir sehen ein gelungenes Werk.“

 

Die kirchliche Segnung übernahmen Monsignore Robert Urland und der evangelische Pfarrer Heinz Winkler. Anschließend konnten sich die Anwesenden bei einem Rundgang selbst ein Bild machen.

Bei einem Rundgang machten sich die Anwesenden ein Bild von der neu angelegten Fläche

Für Familien und Kinder ist das "erlebbare" Wasser ein Highlight

Ein Blick auf die Glonn

Entspannung und Spielen - ganz nah beieinander

Inmitten der Glonn

Landrat Josef Hauner lobte die Visions- und Tatkraft des Gemeinderats