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Wie machen es eigentlich die Anderen? Austausch zum Thema „Onboarding ausländischer Mitarbeitender“

Viele Unternehmen im Landkreis Freising haben bereits Erfahrungen gesammelt zum Thema „Onboarding ausländischer Mitarbeitender“. Das Ziel des Integrationsbeirates des Landkreises Freising ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ausland zu integrieren, damit sie sich im Landkreis nicht nur in den Unternehmen, sondern auch in der Gesellschaft angekommen und wohl fühlen.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, hatten Nathalie von Pressentin, Integrationsbeauftragte des Landkreises Freising, Claudia Betz von der Fachstelle für wirtschaftliche und digitale Entwicklung, und der Integrationsbeirat Arbeitgeber aus dem Landkreis Freising zu einem Netzwerktreffen eingeladen. Unter dem Motto „Wie machen es eigentlich die Anderen?“ trafen sich am 2. Juli Vertreter zahlreicher Firmen in der Klosterbibliothek des Landratsamts, um mit der IHK für München und Oberbayern sowie der Bäckerei Geisenhofer, Texas Instruments und dem Klinikum Freising in den Erfahrungsaustausch zu treten.

 

Besonders im Fokus standen dabei Themen wie Wohnraum für Mitarbeitende, Umgang mit ausländischen Mitarbeitern im Unternehmen und auch in der Gesellschaft, kulturelle Unterschiede und wie man damit umgeht, sowie Teamverhalten und Beziehungen innerhalb der Arbeitswelt. „Nicht geschimpft ist Lob genug – für die meisten Kulturen ist dieses Verhalten fremd“, sagte Otilia Jahn von der IHK. Oft seien die Beziehungen zueinander im Ausland näher, familiärer, auch beruflich. Ebenso gesprochen wurde über Einreise, Aufenthaltsrecht und weitere gesetzliche Vorgaben. Es wurde darauf hingewiesen, dass bürokratische Hürden wegen langer und komplizierter Verfahren für kleine Unternehmen häufig zu hoch erscheinen.

 

In der Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Agentur für Arbeit Freising, des Jobcenters Freising, des Netzwerkes Arbeit und Vielfalt in der Region München, der IHK, der Handwerkskammer für München und Oberbayern, des Fachinformationszentrums Einwanderung und des Integrationsbeirates Freising konnten viele Fragen geklärt und Erfahrungen ausgetauscht werden. Am Ende haben alle Teilnehmenden wertvolle Informationen und Anregungen mitgenommen und waren sich einig: „Es kommen keine Arbeiter, es kommen Menschen.“ Einig war man sich auch darin, dass die Veranstaltung wiederholt und der Austausch weitergeführt werden soll, das Netzwerk sei wichtig.

 

In seinem Abschlussworten betonte Amiry Muhibullah vom Integrationsbeirat des Landkreises Freising: „Die Menschen bringen was mit und können auch was. Man muss ihnen nur eine Chance geben. Dafür gibt es ja die Probezeit.“ Unternehmen, die zu dem Thema Informationen benötigen, oder andere interessierte Akteure können sich gerne an Nathalie von Pressentin (E-Mail integration[at]kreis-fs.de) oder Claudia Betz (claudia.betz[at]kreis-fs.de) wenden.

 

Bild: Landrat Helmut Petz (v.l.) begrüßte die Referenten in der Klosterbibliothek: Friedrich Pröhl (IHK für München und Oberbayern, Stefanie Geisenhofer (Bäckerei Geisenhofer), Meral Meindl (Trainerin und Beraterin für Diversity Management und Partizipation), Stefan Geisenhofer (Bäckerei Geisenhofer), Otilia Jahn (IHK), Stefan Hörömpö und Kerstin Lechtschewski (beide Klinikum Freising), Stephan Griebel (Texas Instruments), Claudia Betz (Fachstelle für wirtschaftliche und digitale Entwicklung im Landratsamt Freising), Nathalie von Pressentin (Integrationsbeauftragte) und Amiry Muhibullah (Integrationsbeirat Landkreis Freising).

 

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