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Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Freising möchte optimale Bedingungen für junge Ärzte schaffen

87 Hausärzte sind derzeit im Landkreis Freising tätig. Klingt im ersten Moment gut, nachdenklich stimmen allerdings die anderen Zahlen, die im aktuellen Versorgungsatlas der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern zu finden sind. Im Durchschnitt sind die Hausärzte im Landkreis 54,6 Jahre alt, ein Drittel von ihnen ist schon 60 Jahre oder älter. Diese Fakten verdeutlichen das Dilemma, in dem inzwischen auch Gemeinden im Landkreis Freising stecken, wenn es um das Thema Hausarztversorgung geht. Es ist schwer für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, eine Nachfolge zu finden.

 

Das Ziel von Weiterbildungsverbünden ist es, die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin attraktiver und für die Nachwuchsärztinnen und -ärzte reibungslos und unkompliziert gestalten und damit die hausärztliche Versorgung in den Landkreisen zu stärken. Bei einem (Auftakt-)Treffen in der Klosterbibliothek am Landratsamt Freising ging es um die Zukunft des Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin Freising. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin (KWAB) unter der Leitung der Universität Augsburg ging es darum, einen Blick auf die Ist-Situation im Landkreis Freising zu werfen und zu prüfen, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden kann, um ein noch attraktiveres Gesamtpaket für junge Ärzte zu schnüren. Dabei sind unter anderem Themen zu bedenken wie die reibungslose Abfolge der klinischen und ambulanten Ausbildungsabschnitte, Mentoring und Unterstützung bei der Karriereplanung, Vernetzung zur Anbahnung von Niederlassung und eine gute Einbindung im Landkreis Freising mit Kinderbetreuung.

 

Eine dynamische Kooperation aus motivierten niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Chefärzten aus dem Klinikum Freising und der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus kümmert sich nun unter der Leitung von Dr. Jessica Bungartz-Çatak darum, die Gestaltung dieser und weiterer Faktoren nach und nach zu verbessern und umzusetzen.

 

Der Weiterbildungsverbund Freising ist der drittälteste seiner Art in Bayern. Dr. Bungartz-Çatak leitet inzwischen den Verbund, den einst ihr Vater Dr. Reinhard Burgartz gegründet hat. „Ich habe eine persönliche Verbindung zu dem Thema, weil ich selbst meine Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin im Weiterbildungsverbund durchlaufen habe“, sagt die Allgemeinmedizinerin aus Freising. Nach den drei Jahren in verschiedenen Bereichen des Klinikums Freising übernahm sie die Praxis ihres Vaters. „Ich möchte junge Ärztinnen und Ärzte motivieren, einen ähnlichen Weg einzuschlagen und vielleicht später ebenfalls eine eigene Praxis im Landkreis Freising zu führen.“

 

Optimale Bedingungen für junge Ärztinnen und Ärzte schaffen: Das ist das Ziel des Weiterbildungsverbundes Freising. Unser Bild zeigt (hinten, v.l.): die Chefärzte Dr. Markus Neumaier (Ärztlicher Direktor Klinikum Freising), Dr. Roland Brückl (Kardiologie), Dr. Bruno Schröder (Psychosomatik), Dr. Georg Miedl (Vorsitzender Ärztlicher Kreisverband Freising) und Prof. Dr. Alexander Novotny (Allgemeinchirurgie). Mittlere Reihe (v.l.): Dr. Sabine Schwarz, Dr. Barbara Dörfler Schmidt, Dr. Jessica Bungartz-Çatak, Dr. Sabine Seidenschwang und Dr. Angelika Haslbeck. Vordere Reihe (v.l.): Pairin Schneider (Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus), Dr. Felicitas Schmidt und Dr. Martin Miedaner.

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