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Stöbern im Netz oder lieber ein Buch lesen? Fortbildung der Jugendsozialarbeiter an Schulen

Digitale Medien und der sichere Umgang damit. Dieses Thema stand im Mittelpunkt einer Fortbildungsveranstaltung, an der sich das Team der Jugendsozialarbeit an Grundschulen aus dem Landkreis Freising kürzlich beteiligt hat, dessen Ziel es ist, die Medienkompetenz der Kinder in dritten und vierten Klassen zu fördern.

 

71 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen nutzen laut aktueller KIM-Studie (Kinder, Internet, Medien) das Internet. Mit dem Alter der Kinder nimmt auch der Anteil der Internetnutzer zu. Insbesondere WhatsApp, Suchmaschinen, Filme/Videos und YouTube sind die am häufigsten genutzten Inhalte. 60 Prozent der befragten Kinder spielten regelmäßig digitale Spiele. Die Corona-Pandemie verstärkte die Rolle der Medien im Alltag der Kinder zusätzlich. Damit verbunden sind nicht nur Chancen einer sinnvollen Mediennutzung, sondern auch mögliche Gefahren für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Sabrina Dietrich vom Praxisbüro Gesunde Schule am Gesundheitsamt Freising organisierte deshalb eine Schulung, um im Landkreis Freising den verantwortungsbewussten und sicheren Umgang mit digitalen Medien im Grundschulbereich stärker in den Fokus zu nehmen.

 

Elf Jugendsozialarbeiterinnen und Jugendsozialarbeiter lernten durch den Referenten Martin Seidl aus Feldkirchen-Westerham in einem abwechslungsreichen und sehr praxisorientierten Workshop verschiedenste altersgerechte Methoden kennen, um Viertklässlern den Unterschied zwischen dem Internet und einer echten Bibliothek näher zu bringen. So kann mit den Schulklassen erarbeitet werden, was Medien sind und was man sich genau unter dem Internet vorstellen kann, aber auch wie sich ein sicherer Umgang mit dem Internet gestaltet. Die Einheit für die vierten Klassen trägt den treffenden Titel „Internet versus Bibliothek“.

 

Der Workshop „Herkömmliche Spiele versus Computerspiele“ richtet sich gezielt an Drittklässler. Er behandelt die Faszination von Computerspielen in Abgrenzung zu „echten“ Spielen in der realen Alltagswelt wie etwa Brett- oder Bewegungsspiele. Martin Seidl ging verstärkt auf die besondere und tiefgreifende Bedeutung des Spiels für die Entwicklung der Kinder in einer mediengeprägten Alltagswelt ein.

 

Die Schulung fand in einem großzügigen Raum des Gemeindehauses der Evangelischen Kirchengemeinde Oberallershausen statt, dessen Räumlichkeiten das Gesundheitsamt Freising in den vergangenen Jahren bereits des Öfteren nutzen durfte. Finanziert wurde die Multiplikatorenschulung durch das Gesundheitsamt und das Sachgebiet 53, Jugendsozialarbeit an Schulen des Landratsamtes Freising. Weitere Informationen zu den Schulworkshops sind im Internet unter www.medienpraevention.info zu finden.

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