Planungsausschuss: Landkreis beteiligt sich an Machbarkeitsstudie zur U6-Verlängerung

Eine Maßnahme, um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver zu gestalten, ist die Verlängerung der U-Bahnlinie 6 über Garching hinaus in den Landkreis Freising. Der Ausschuss für Planung, Umwelt, Tourismus, Landkreisentwicklung und Infrastruktur hat in seiner Sitzung am 31. Januar einstimmig beschlossen, dass sich der Landkreis an der Aktualisierung einer Machbarkeitsstudie finanziell beteiligt. Das Projekt soll nun „so schnell wie möglich und Zug um Zug“ umgesetzt werden, sagte Landrat Josef Hauner.

 

Der Landkreis Freising boomt. In den vergangenen sieben Jahren ist die Einwohnerzahl um 10.000 auf nunmehr über 178.000 angestiegen. Gleichzeitig werden immer mehr Arbeitsplätze geschaffen, was Einpendler anzieht. Damit einher geht eine immer größere Belastung der Verkehrsinfrastruktur.

 

Im Jahre 2009 hatte es schon einmal eine Untersuchung zur Verlängerung der U6 von Garching zur S-Bahnhaltestelle Neufahrn gegeben. Diese war an der Kosten-Nutzen-Berechnung gescheitert. Knackpunkt war die Streckenlänge, die immerhin rund sieben Kilometer betragen würde. Bei einem Forum im Landratsamt Freising kamen im November 2018 Vertreter aus den Städten und Gemeinden von Freising bis München, aus beiden Landkreisen sowie vom Bayerischen Verkehrsministerium, der Regierung von Oberbayern, MVV, MVG, Hochschulen, Flughafen München Gesellschaft und Regionalem Planungsverband zusammen, um das Thema wieder anzugehen. Die Initiative war von der Gemeinde Neufahrn und der „Nordallianz Metropolregion München Nord“ ausgegangen. Man einigte sich darauf, die Machbarkeitsstudie zu aktualisieren.

 

„Jetzt sollten wir Farbe bekennen“, sagte Kreisbaumeisterin Antonia Seubert im Ausschuss. Zwischen 50.000 und 85.000 Euro, so schätzt die Verwaltung, wird die Untersuchung kosten. MVV und Freistaat Bayern hatten bereits signalisiert, sich jeweils mit etwa einem Drittel zu beteiligen. Für den Landkreis blieben dann rund 30.000 Euro zu bezahlen. Der Planungsausschuss stimmte einhellig für eine Kostenbeteiligung des Landkreises.

 

Zehn verschiedene Trassen waren vor rund zehn Jahren untersucht worden. Auch diesmal legte man sich vorab nicht fest. Klar sei lediglich, so Seubert, dass die U6 an das S-Bahn-Netz anschließen sollte.

Die U-Bahn-Linie 6 soll in den Landkreis Freising verlängert werden. (Foto: Fotolia)

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