Landrat Josef Hauner ist "enttäuscht" über Vereinbarung zur dritten Startbahn im Koalitionsvertrag

„In der laufenden Legislaturperiode werden die Pläne zum Bau einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen nicht mehr vorangetrieben“, steht im Koalitionsvertrag, den CSU und Freie Wähler ausgehandelt haben. Landrat Josef Hauner ist mit dem Moratorium nicht zufrieden. „Ich hätte mir gewünscht, dass sich das Thema dritte Startbahn endgültig erledigt. Darum bin ich enttäuscht von der Vereinbarung.“ Es sei die Chance vertan worden, ein deutliches Zeichen gegen Flächenversiegelung und für Klimaschutz zu setzen.

 

Landrat Hauner, selbst Mitglied der CSU, hatte zuletzt innerhalb der Partei noch dafür geworben, ganz auf eine dritte Piste im Erdinger Moos zu verzichten. Den Menschen vor Ort, die schon jetzt massiv betroffen sind und seit dem Jahr 2005 nicht wissen, wie es weitergeht, sei es nicht zumutbar, weiterhin keine Gewissheit über die Zukunft zu haben. Ebenso wenig den umliegenden Kommunen, deren Planungen zur Weiterentwicklung eingeschränkt seien. „Es war offenbar nicht möglich, die beste Lösung für unsere Region zu erreichen. Das müssen wir akzeptieren. Doch das ist nicht das, was der Freisinger Kreistag einfordert.“ Kreistag und Landrat des Landkreises Freising stehen weiter zu den bestehenden Beschlüssen zur Ablehnung einer dritten Startbahn.

 

Laut Koalitionsvertrag soll zudem ein vertieftes bayerisches Flughafenkonzept erarbeitet werden, unter Einbeziehung der Standorte Nürnberg und Memmingen. Ein solches Konzept begrüßt Landrat Hauner ausdrücklich, denn ein abgestimmtes Handeln der Flughäfen in Bayern mache eine dritte Startbahn am Münchner Airport überflüssig.

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