Flüchtlingsunterkunft an der Wippenhauser Straße wird aufgelöst

Die Asylbewerberunterkunft in der Wippenhauser Straße wird in diesen Tagen wie geplant nach drei Jahren aufgelöst. Die meisten Bewohner wurden bereits auf andere dezentrale Unterkünfte des Landkreises verteilt, die 17 verbliebenen ziehen bis zum Mittwoch, 25. Juli, um. Anschließend wird die Containeranlage endgültig abgebaut. Auch der Helferkreis hat sich aufgelöst, wobei sich viele Ehrenamtliche weiterhin in der Gemeinschaftsunterkunft Katharina-Mair-Straße engagieren wollen, deren rund 150 Bewohner zu großen Teilen ehemalige Bewohner der Wippenhauser Straße sind.

 

Bei der Eröffnung der Unterkunft im November 2015 gab es bei den Anliegern des ehemaligen Sportgeländes zwischen Camerloher Gymnasium und Berufsschule und unter den Schülereltern Befürchtungen, die sich im Nachhinein erfreulicherweise als weitgehend unbegründet herausgestellt haben. In der Zeit, als der Landkreis Freising wöchentlich bis zu 80 Personen zusätzlich unterbringen musste, haben in der Anlage bis zu 550 Menschen gewohnt. Als der Unterbringungsdruck auf den Landkreis nachließ, konnte die Belegung verringert werden, um die Wohnverhältnisse zu verbessern.

 

Auf Grund der Nähe zu den Schulen und der Menge an auf engstem Raum lebenden Menschen wurde die Anlage von einem Sicherheitsdienst bewacht. Laufend waren zudem zur Betreuung Asylsozialberater und Hausmeister des Landratsamtes vor Ort. Gleichzeitig mit der Eröffnung der Großunterkunft hatte sich ein Kreis von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gefunden, der die Bewohner in allen Bereichen des täglichen Lebens unterstützte. Sie unterrichteten die deutsche Sprache, begleiteten die Flüchtlinge bei Behördengängen und leisteten so einen großen Beitrag zur Integration. Ohne das große Engagement der Helferinnen und Helfer wäre es für die Bewohner, aber auch für die Nachbarschaft und die hauptamtlichen Betreuer deutlich schwieriger gewesen.

 

Das Landratsamt Freising möchte auf diesem Weg ausdrücklich dem Helferkreis für das Engagement und die viele geleistete Arbeit danken. Die ehrenamtliche Unterstützung war und ist unverzichtbar, um die im Landkreis Freising untergebrachten Flüchtlinge zu integrieren. Großer Dank gebührt auch den Schulleitungen, Lehrkräften und Elternbeiräten der umliegenden Schulen für ihr besonnenes Handeln und ihr Verständnis für die Entscheidungen des Landratsamts.

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