Expertentreffen zu Darmerkrankungen in Weihenstephan: Freisinger Kolloquium

Bereits zum 28. Mal fand am vergangenen Samstag das „Freisinger Kolloquium: Rationale Gastroenterologie“ statt. Die von Prof. Dr. Ewert Schulte-Frohlinde, Chefarzt für Gastroenterologie am Klinikum Freising, organisierte Fortbildungsveranstaltung führte heuer 65 Fachärzte zum Campus Weihenstephan. Bei der jährlichen Veranstaltung berichten renommierte Experten über neueste Erkenntnisse aus verschiedenen Fachgebieten.


Zum Auftakt der Veranstaltung präsentierte Prof. Dr. med. MHBA Martin Storr vom Internistenzentrum MVZ Gauting-Starnberg aktuelle Erkenntnisse über die Rolle von Diäten bei der Behandlung des Reizdarm-Syndroms. Im Mittelpunkt stand dabei die Wirksamkeit der sogenannten FODMAP-Diät (Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole). Dieser Ansatz geht auf klinische Untersuchungen australischer Wissenschaftler mit Reizdarm-Patienten zurück, die 2010 erstmals bestätigen konnten, dass sich durch eine FODMAP-arme Ernährungsweise Verdauungsprobleme verringern lassen. Laut Prof. Storr sei mittlerweile die positive Wirkung wissenschaftlich gesichert.


Weitere Themen auf dem "Freisinger Kolloquium: Rationale Gastroenterologie" waren neue Aspekte bei der Behandlung spezieller Erkrankungen der Speiseröhre, die PD Dr. med. Christoph Schlag, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II Klinikum rechts der Isar der TU München, erläuterte, sowie ein ausführlicher Vortrag über Komplikationen bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen von Prof. Dr. Dr. med. Michael R. Kraus, Chefarzt der Medizinischen Klinik II Kreiskliniken Altötting-Burghausen.


Den Stellenwert einer modernen Röntgendiagnostik und Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankungen des Verdauungstrakts verdeutlichte Prof. Dr. med. Thomas Helmberger, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Bogenhausen München. Über neue Standards zur Abklärung und Behandlung von Gallensteinen und ihren Komplikationen referierte Dr. med. Florian Zeller, Chefarzt der Allgemeinchirurgie am Klinikum Freising. Beschlossen wurde die renommierte Fortbildungsveranstaltung mit einem Überblick über interessante Fälle aus der Klinikpraxis, den Prof. Ewert Schulte-Frohlinde und sein Team gaben. Dabei wurde auch eine am Klinikum Freising neu eingeführte endoskopische Technik zur Behandlung komplizierter Dickdarmpolypen diskutiert.

Unser Foto zeigt (vorne, v.l.) Dr. Schuldt, Dr. Lichius-Brich, Prof. Dr. Schulte-Frohlinde, Prof. Kraus, (hinten, v.l.) PD Dr. Schlag, Prof. Dr. Helmberger und Dr. Zeller.

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