Vorlesen

Coronafälle unter Patienten und Mitarbeitern des Klinikums Freising

Die nach einem Corona-Ausbruch im Freisinger Klinikum positiv getesteten Krebspatienten haben keine Symptome. Das teilten Klinikum, Gesundheitsamt und Landrat Helmut Petz bei einer Pressekonferenz im Landratsamt am 10. Juli mit. Für die nächste Woche ist ein Massentest der über tausend Mitarbeiter des Klinikums geplant.

 

Am Dienstag, 7. Juli, hatte sich ein Pflegeschüler krank gefühlt und noch am gleichen Tag auf Corona testen lassen. Auf das positive Testergebnis folgte im Eiltempo die akribische Kontaktermittlung durch Contact Tracing Team und Gesundheitsamt. Alle Kontaktpersonen, sowohl der Kategorie 1 als auch der Kategorie 2, wurden umgehend getestet. 

 

„Alle, die sich möglicherweise angesteckt haben, sind in Quarantäne“, berichtete Dr. Christian Fiedler, Leiter der Notaufnahme und Hygienebeauftragter des Klinikums. Dass es im Klinikum zu einer Übertragung trotz der streng eingehaltenen Hygienemaßnahmen gekommen ist, lasse sich möglicherweise mit der Aerosolbelastung erklären – gerade bei immungeschwächten Patienten. Das Infektionsgeschehen beschränke sich derzeit auf ein Cluster: auf die Onkologie-Station, wo der Patient Null Anfang der Woche gearbeitet und unter Aufsicht und in kompletter Schutzkleidung die Patienten gewaschen habe, so Fiedler.

 

Drei positive Ergebnisse unter den Patienten der Onkologie-Station waren die Folge, alle anderen Patienten waren hingegen negativ. Ihre Weiterbehandlung, etwa mit Chemotherapie, sei gewährleistet, versicherte Landrat Helmut Petz. Neben dem Pflegeschüler wurde indes noch eine weitere Pflegekraft positiv getestet. Beide Fälle wiesen Symptome wie etwa Fieber auf.

 

„Die Tragweite des Ganzen lässt sich noch nicht abschätzen“, sagte der Landrat. Denn noch stehen die Ergebnisse von 50 weiteren Kontakten aus. „Insgesamt 88 Personen wurden abgestrichen, fünf waren positiv, 26 negativ. Zwei Personen konnten bisher nicht erreicht werden“, so die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Kathrin Mariß-Heinrich. Zu den bereits negativ Getesteten zählen auch die Ärzte der Onkologie.

 

Darüber hinaus hat es einen Coronafall unabhängig vom Ausbruch auf der Station gegeben: Ein Notfallpatient war in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli eingeliefert worden, berichtete der Ärztliche Direktor PD Dr. Markus Neumaier. Auch hier wurden die Kontakte ermittelt, der Fall habe aber bisher keine weiteren Infektionen nach sich gezogen.

 

Trotz der lokalen Begrenzung des Ausbruchs ist es an der Zeit für einen Massentest der Mitarbeiter des Klinikums. „Das Problem bei einer Komplett-Testung ist, dass das Ergebnis immer nur eine Momentaufnahme darstellt“, so Landrat Petz. „Daher gab es immer die Diskussion, ob sie überhaupt sinnvoll ist. Jetzt gibt es aber einen konkreten Anlass, so dass die Testung Sinn macht.“ Nicht getestet werden dabei die Patienten, da sie bereits je bei der Aufnahme im Klinikum abgestrichen werden.

 

Die Testung der Mitarbeiter am Dienstag, 14. Juli, übernehmen das Freisinger BRK und die Allershausener Johanniter in Gemeinschaftsleistung. „Ja, wir rechnen dabei mit positiven Fällen“, sagte Fiedler bereits vorab. So wie es aber bei einem breiten Test der Bevölkerung auch zu erwarten sei. Komme es zu positiven Ergebnissen, werde man wieder sofort alle Maßnahmen ergreifen. „Die Strukturen funktionieren“, betonte Landrat Petz, das habe der Fall gezeigt.

 

Für den Massentest wird das Freisinger THW die nötige Schutzausrüstung bereitstellen. Landrat Petz und Tobias Diepold, vom Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, dankten allen beteiligten Hilfsorganisationen ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit.

Bürgerservice Kontakt

Kontakt
Sie können uns Ihre Fragen, Wünsche, Anregungen oder Beschwerden mitteilen. Wir werden diese umgehend bearbeiten und Sie darüber informieren, wie es weiter geht.
Mit der Nutzung dieses Formulares stimmen Sie zu, dass wir Ihre Daten speichern und verarbeiten. Weitere informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Bürgerhilfsstelle

Permalink