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Corona-Impfungen im Landkreis Freising: Ein Überblick

33.491 Menschen haben durch das Impfzentrum des Landkreises Freising ihre Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten, 12.961 verfügen nach der zweiten Impfung bereits über den vollen Impfschutz (Stand 6. Mai 2021). Beträchtlich gewachsen sind außerdem die Impfzahlen der Hausärzte: 14.610 Menschen haben durch sie ihre erste Impfung, 528 ihre zweite Impfung bekommen.

 

Wie alle anderen Landkreise wird auch der Landkreis Freising vom Freistaat Bayern wöchentlich grundsätzlich nach einem Verteilerschlüssel gemäß der Einwohnerzahl mit Impfstoff beliefert. „Und wir verimpfen weiterhin alles, was wir bekommen“, betont Landrat Helmut Petz. Insgesamt liegt die Impfquote für unseren Landkreis, bezogen auf die tatsächliche Gesamtbevölkerung von 179.937 Einwohnern und auf die Erstimpfungen, bei 26,7 Prozent.

 

Es gibt allerdings Unterschiede in der Zuteilung und damit auch im Impffortschritt. Vor Ostern fragte die Regierung von Oberbayern die Landkreise ab, ob sie eine Sonderlieferung mit AstraZeneca bis zu einem bestimmten Stichtag kurz darauf verimpfen können. Weil zu diesem Zeitpunkt die Ständige Impfkommission gerade empfohlen hatte, das Vakzin nicht mehr an Menschen unter 60 Jahren zu verabreichen, hat sich der Landkreis Freising dagegen entschieden. Andere Regionen nahmen die Lieferung an. Grenznahe Landkreise mit einer besonders hohen Sieben-Tages-Inzidenz, Landkreise mit einem besonders hohen Altersdurchschnitt sowie Hotspots versorgt der Freistaat ohnehin teilweise mit mehr Impfstoff. Das hebt natürlich den bayernweiten Durchschnitt bereits geimpfter Personen an, weshalb der Landkreis Freising hinter dem bayerischen Schnitt liegt. „Im Vergleich zu strukturell mit uns vergleichbaren Landkreisen liegen wir aber gleichauf“, so Landrat Petz.

 

Im Impfzentrum des Landkreises werden in diesen Tagen noch einige Personen der Priorisierungsgruppe 2, aber inzwischen auch schon aus der Gruppe 3 geimpft. Dass es in unserem Landkreis etwas länger gedauert hat, bis die Prioritätengruppen 1 und 2 abgearbeitet waren, hat seinen Grund darin, dass das Landratsamt sich besonders umsichtig verhalten und sich mit diesen Personen sehr viel Mühe gegeben hat: Es hat ältere, häufig weniger internetaffine Bevölkerungsgruppen mit einer besonderen Aktion davor geschützt, durch das digitale Anmeldesystem zu rutschen. Alle hier lebenden über 80-Jährigen erhielten deshalb einen Brief mit einer Einladung zur Impfanmeldung, die in ihrem Fall nicht digital erfolgen musste, sondern postalisch erledigt werden konnte. Danach erhielt die Gruppe der 75- bis 80-Jährigen eine ebensolche Einladung. „Auf diese Weise haben wir einen sehr großen Anteil dieser Altersgruppe erreicht“, so Petz. Rund 10.000 von etwa 15.000 Bürgerinnen und Bürger über 75 Jahren aus dem Landkreis kamen so in den Genuss einer Impfung und sind gegen die Gefahren von Corona geschützt. Personen die nicht mobil sind und deshalb das Impfzentrum nicht erreichen konnten, wurden mittlerweile durch die Hausärzte im Landkreis mit Impfstoff bedacht.

 

Der Erfolg der Corona-Impfkampagne ist allen voran dem außerordentlichen Engagement vieler Beteiligter zu verdanken – den Ehren- und Hauptamtlichen in den Impfzentren, „die sich seit vielen Monaten montags bis sonntags von morgens bis abends um die Gesundheit der Bevölkerung kümmern“, und auch den tatkräftig unterstützenden Hausärzten. „Wir alle müssen an einem Strang ziehen, um diese Pandemie hinter uns zu lassen“, appelliert Landrat Helmut Petz.

 

In den kommenden Wochen rechnet das Landratsamt mit steigenden Mengen an Impfstoff. Damit sollte die Impfgeschwindigkeit nochmals deutlich mehr Fahrt aufnehmen.

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