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Archäologische Ausstellung im alten Rathaus in Mauern

„Hier kann man die eigene Geschichte erleben.“ Bürgermeister Georg Krojer und Landrat Josef Hauner eröffneten am 27. Juni eine Ausstellung mit archäologischen Funden aus dem Gemeindebereich Mauern im ehemaligen Mauerner Rathaus.

 

Schnell musste es gehen. Sehr schnell. Als im April klar wurde, dass das Depot des Archäologischen Vereins Freising im Landratsamt Freising wegen notwendiger Sanierungsarbeiten geräumt werden muss, galt es zügig eine Lösung zu finden. Das gelang. Ein Großteil wurde eingelagert, einige Stücke sind nun in Mauern zu sehen.

 

Ein Teil des Neubaus im Landratsamt wird derzeit saniert. Im Zuge der Arbeiten stellte sich heraus, dass die Maßnahme doch umfangreicher sein würde als zunächst geplant. „Dass das Depot überhaupt betroffen sein würde, hat uns selber überrascht“, sagte Landrat Josef Hauner. „Es war toll, dass sich so schnell so viele Ehrenamtliche bereit erklärt haben, die Sachen zu verpacken und abzutransportieren. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“ Dem Landratsamt sei es ein Anliegen gewesen, den Archäologischen Verein bestmöglich zu unterstützen. „Wir haben rasch Kartons und Verpackungsmaterial bekommen“, bestätigte Lorenz Scheidl, Vorsitzender des Vereins.

 

Hauner und Scheidl bedankten sich für die gute Zusammenarbeit untereinander und mit Kreisarchäologin Delia Hurka. Der Gemeinde Mauern sprachen sie ihren Dank dafür aus, dass sie die entsprechenden Räumlichkeiten im alten Rathaus zur Verfügung gestellt hatte. „Wir hatten eh schon länger im Kopf, einmal eine Ausstellung der Funde aus dem Gemeindebereich zu organisieren, weil wir eben sehr geschichtsträchtig sind“, sagte Bürgermeister Krojer. „Umso mehr freut es mich, dass wir jetzt eine so umfangreiche Ausstellung bekommen haben.“

 

Der Archäologische Verein präsentiert Funde aus Mauern und dem östlichen Landkreis Freising. „Eine Zeitreise führt von der Erdgeschichte bis in die Neuzeit“, sagte Scheidl. Erstmals zu sehen sind beispielsweise neuzeitliche Funde aus Grub bei Tegernbach oder das Inventar einer mittelalterlichen Abfallgrube in der Mauerner Mühlenstraße. Highlights sind natürlich die neolithischen Funde samt dem Hochzeitsbecher von Murr und römische Keramik mit Stempeln und Ritzungen.

 

Insgesamt rund 300 ehrenamtliche Stunden haben die Vereinsmitglieder in Auf- und Abbau sowie Transport aller Funde aus dem Depot inzwischen investiert. „Herzlichen Dank dafür“, sagte Landrat Hauner. „Wir sind zuversichtlich, dass der Verein noch in diesem Jahr wieder im Landratsamt einziehen kann.“ Mindestens bis 1. September sind die Funde jedoch in Mauern zu besichtigen, kündigte der Bürgermeister an. Denn da findet das Hofgartenfest statt.

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