Der regionale Arbeitsmarkt im Januar 2018: Winter lässt Arbeitslosenzahlen steigen

Zum Jahresauftakt ist die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Freising, Dachau, Ebersberg und Erding angestiegen: Die Agentur für Arbeit Freising zählte in ihrem Agenturbezirk insgesamt 8.014 Arbeitslose und somit 1.697 Frauen und Männer mehr als noch im Dezember 2017. Im Januar konnten 2.070 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, hingegen begaben sich 3.774 Personen neu auf die Suche nach einer Arbeitsstelle. Entsprechend erhöhte sich auch die Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent im Vormonat auf einen aktuellen Wert von 2,3 Prozent. Im Landkreis Freising liegt sie dem gleichen Niveau.


„Die Zunahme der Arbeitslosigkeit erscheint auf den ersten Blick zwar sehr deutlich, die Zahlen geben tatsächlich aber keinen großen Anlass zur Sorge. Diese Entwicklung ist typisch für die Saison und fällt in diesem Winter sogar etwas schwächer aus als im vergangenen Jahr: Im Januar 2017 lag die Quote bei 2,5 Prozent, insgesamt waren vor einem Jahr 529 Personen mehr arbeitslos gemeldet“, erläutert Karin Weber, Chefin der Agentur für Arbeit Freising.


Saison-Kurzarbeit

Deutlich wird bei einem genauen Blick auf die Zahlen, dass von der Winterarbeitslosigkeit hauptsächlich Männer betroffen sind: Die Anzahl der männlichen Arbeitslosen stieg im Januar 2018 auf 4.823 an. Das bedeutet ein Plus im Vergleich zum Vormonat von rund 39 Prozent. Zum Vergleich: Bei den Frauen war eine Steigerung von knapp zwölf Prozent zu beobachten.

 

„Unternehmen in den witterungsabhängigen Branchen sehen sich in der kalten Jahreszeit oftmals gezwungen, ihren Betrieb stark einzuschränken und teilweise auch Personal zu entlassen“, erklärt Weber die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt. Zumindest letzteres muss aber nicht sein: „Das Saison-Kurzarbeitergeld bietet Arbeitgebern die Chance, Mitarbeiter trotz Auftragsmangel und Arbeitsausfällen während des Winters weiter zu beschäftigen. So bleibt den Arbeitnehmern der Arbeitsplatz und den Betrieben ihr qualifiziertes Personal erhalten.“ Saison-Kurzarbeitergeld kann von Betrieben des Bauhauptgewerbes, des Dachdeckerhandwerkes, des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus sowie von Unternehmen des Gerüstbaus beantragt werden.


Personalnachfrage
Die Arbeitskräftenachfrage bewegte sich zu Jahresbeginn weiterhin auf hohem Niveau: Die Arbeitgeber der Region meldeten den Arbeitsvermittlern im Januar 942 neu zu besetzende Arbeitsstellen. Damit befanden sich zuletzt insgesamt 5.233 Arbeitsangebote im Stellenpool der Agentur für Arbeit. Gute Beschäftigungschancen bei 1.768 freien Arbeitsstellen gab es zuletzt im Berufssegment „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“. Das produzierende Gewerbe suchte für 1.171 offene Stellen neue Mitarbeiter. Im Berufsbereich „Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus“ waren 742 bei der Agentur für Arbeit gemeldete Stellen vakant, im Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ waren es 634.

 

Landkreis Freising

Arbeitslosigkeit: Steigende Quote zu Jahresbeginn: Für den Landkreis Freising errechnete sich im Januar 2018 eine Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stieg sie um 0,5 Prozentpunkte an, lag damit aber immer noch deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,6 Prozent. Insgesamt waren im Januar mit 2.439 Personen 502 Frauen und Männer mehr auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle als noch im Dezember. 1.156 Freisinger meldeten sich im ersten Monat des Jahres neu arbeitslos. Im Gegenzug konnten 645 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.


Personalnachfrage: Bei den Arbeitsvermittlern im Arbeitgeber-Service meldeten die Unternehmen zuletzt 294 neue Stellenangebote im Landkreis. Damit waren im Januar insgesamt 2.252 bei der Agentur für Arbeit Freising gemeldete Stellen vakant.

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