Auch jetzt ist eine Grippeimpfung noch sinnvoll

Die Grippesaison 2016/2017 war heftig und hat vor allem ältere Menschen stark getroffen. Während der schweren Influenzawelle 2016/17 wurden im Landkreis Freising bisher 236 Krankheitsfälle gemeldet, in der Saison zuvor waren es lediglich 90 gewesen. Die Stärke der saisonalen Grippewellen und der jeweilige Anteil der zirkulierenden Virustypen und -subtypen können sehr unterschiedlich sein. Da sich die Influenzaviren ständig verändern, ist eine jährliche Grippeimpfung sinnvoll.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht jährlich frühzeitig eine Empfehlung für die Zusammensetzung des jeweils aktuellen Impfstoffes aus. Da dieser Impfstoff nicht immer haargenau auf die sich über die Kontinente verbreitenden vorherrschenden Influenzaviren passt, kann dessen Effektivität von Jahr zu Jahr etwas schwanken.

 

Trotzdem ist die Impfung die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Influenza-Infektion. Auch wenn die Wirksamkeit nicht jedes Jahr optimal ist, können aufgrund der Häufigkeit der Influenza viele Erkrankungsfälle und schwere Verläufe verhindert werden. Damit man zu Beginn der Grippewelle, die meist nach dem Jahreswechsel beginnt, geschützt ist, ist auch jetzt noch eine Impfung sinnvoll. Meist dauert es circa zwei Wochen bis ein vollständiger Impfschutz erreicht ist.

 

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeimpfung insbesondere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Dies sind vor allem Personen über 60 Jahre, chronisch Erkrankte und Schwangere. Auch sollten alle geimpft sein, die häufigen Kontakt zu den genannten Personengruppen haben, vor allem das Medizin- und Pflegepersonal. Neben dem eigenen Schutz ist dabei auch der Schutz der behandelten Patienten oder betreuten Personen das Ziel.

 

Das Gesundheitsamt Freising schließt sich dem Aufruf des Robert Koch-Instituts (RKI), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) an: „Das Risiko einer Influenza-Erkrankung ernst nehmen“, sagt Leiter Dr. Lorenz Weigl.

 

Um das Risiko einer Influenza-Infektion zu verringern, werden zusätzlich zur Impfung regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife, Husten und Niesen in die Ellenbeuge sowie Abstandhalten zu erkrankten Personen empfohlen.

 

Auf der Internet­seite www.infektionsschutz.de infor­miert die BZgA über Hygiene­tipps. Weitere Informationen sind unter
www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza, www.rki.de/influenza und www.pei.de/influenza-impfstoffe zu finden.

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