„Allen Unkenrufen zum Trotz“ geht online

 

Ab sofort informiert die Website www.gelbbauchunke-bayern.de über das Projekt „Allen Unkenrufen zum Trotz“. Seit rund einem Jahr wurde indoor und outdoor gestaltet und geformt: Für die Website wurde eine Reihe von Informationen zum Konzept und auch zur Gelbbauchunke selbst zusammengetragen. Im Gelände haben sich schon viele engagierte Unkenpaten und solche, die es werden wollen, getroffen. Sie haben Unken gesucht und fleißig mit Schaufel und Bagger angepackt, um den Lebensraum dieser sympatischen Amphibienart zu verbessern.

 

Das groß angelegte Projekt zum Erhalt der Gelbbauchunke, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht, findet in sechs oberbayerischen Landkreisen statt. Gefördert wird es durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und durch den Bayerischen Naturschutzfonds (http://biologischevielfalt.bfn.de/26163.html).

 

Insgesamt fließen in fünf Jahren 670.000 Euro in verschiedene Maßnahmen mit dem Ziel, die Bestände der Gelbbauchunke bis zum Ende der Laufzeit am 30. Juni 2021 zu erhöhen. Da ein großer Teil der Weltpopulation von „Bombina variegata“ in Deutschland vorkommt, hat Deutschland für dieses Tier eine ganz besondere Verantwortung.

 

Kleine Gewässer, Quelltümpel, Viehweiden, aber auch Pfützen und wassergefüllte Fahrspuren: Hier fühlt sich die Gelbbauchunke wohl, hier legt sie ihre Eier ab. Doch durch Trockenlegungen und Straßenbauten sind diese Laichgewässer immer weniger geworden, und in der Folge auch die Tiere. Ziel ist es nun, neue Lebensräume zu schaffen, Biotope aufzubessern und zu vernetzen, um die Unkenwanderung wieder zu ermöglichen. Dazu braucht es engagierte Grundeigentümer und Kiesabbauunternehmen sowie Privatpersonen, die die Laichgewässer freiwillig erhalten und pflegen. Forst-, Land- und Wasserwirtschaft sollen ebenso eingebunden werden wie Gemeinden und Schulen. Mit einbezogen wird auch das Wissenschaftszentrum Weihenstephan mit der TU München und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die mit ihrem Fachwissen zum Gelingen beitragen können.

 

Träger des Projektes „Allen Unkenrufen zum Trotz“ sind die Landkreise Altötting, Freising und Neuburg-Schrobenhausen sowie der BUND Naturschutz in Bayern e. V. mit seinen Kreisgruppen Altötting, Erding, Freising, Mühldorf a. Inn, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a. d. Ilm.  Die beteiligten Landkreise und der BUND Naturschutz e.V. haben zur Umsetzung eine Trägergemeinschaft gebildet, für die der Landkreis Freising die Geschäftsführung übernommen hat.

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