93 Abiturienten am OMG erhalten ihre Zeugnisse

Fünf Gymnasien – fünf Abiturfeiern, meist an einem  Tag. Landrat Josef Hauner hat Jahr für Jahr die Qual der Wahl, welchen Abiturienten er persönlich zum Erreichen der Hochschulreife gratuliert. Diesmal machte er sich auf den Weg zum Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn, wo am Freitag, 30. Juni, 93 Schülerinnen und Schüler ihre Abiturzeugnisse überreicht bekamen.

 

Abitur bestanden, den hierzulande höchstmöglichen Schulabschluss in der Tasche. „Damit haben Sie ein wichtiges Ziel erreicht, das Ihnen weitere Wege eröffnen kann“, sagte Landrat Hauner in der Aula des OMG. Die Schüler hätten viel Fachwissen, aber auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und sicheres Auftreten erworben. „Jetzt liegt es an Ihnen, Ihre Chancen zu sehen und diese zu nutzen.“ In der Zukunft, sei „viel Eigeninitiative“ gefordert, mehr als bisher im „Schonraum Schule“. „Aber ich bin sicher, Ihre Eltern werden Ihren Weg begleiten.“

 

Die Eltern blickten derzeit sicher zurück und denken, wo denn nur die Zeit hingegangen sei“, sagte Bürgermeister Franz Heilmeier. „Die kleinen Kinder auf den Bildern zuhause stehen plötzlich hier.“ „Wir können unsere Kinder nicht erziehen, denn sie machen uns sowieso alles nach“, zitierte der Bürgermeister Karl Valentin. Da sei Wahres dran: Der Einfluss, die Kinder zu prägen, gehe zurück, je älter diese werden. „Aber es zählt das, was man ihnen vorlebt.“ Während die Abiturienten nun eigene Wege gehen, fungierten die Eltern jetzt als Berater, betonte auch Elternbeiratsvorsitzende Regina Böhm.

 

Wichtig, so Hauner, sei es, sich nicht entmutigen zu lassen. Auch wenn „Frustrationen wohl niemandem erspart bleiben“. Auch am Landratsamt habe sich in den vergangenen Monaten hin und wieder Frust breit gemacht, wenn es nicht gelang, die unmittelbar neben dem Schulgelände errichtete Traglufthalle zu entfernen, sagte der Landrat. „Jetzt ist es aber bald soweit.“ Hauner dankte der gesamten Schulfamilie und der Gemeinde Neufahrn dafür, dass sie „in einer schwierigen Zeit Kooperation, Verständnis und Unterstützung gezeigt haben“.

 

Und das nicht nur angesichts der leer stehenden Halle auf dem Sportplatz nebenan. Während ihrer Schulzeit am OMG hätten die Schülerinnen und Schüler viele Baustellen erlebt, sagte Schulleiter Franz Vogl. Ebenso wie er hätten sie zum Schuljahr 2009/10 dort begonnen und seither sei viel passiert: Deckensanierung, Großbaustelle Mensa, Erweiterungsbau. In dem Zusammenhang dankte er Landrat und Bürgermeister, denn: „Das Lernen ist in gut ausgestatteten, freundlichen Schulräumen schöner.“

 

Der Zweckverband, der sich bisher um die Belange der Schule kümmert, wird Ende 2017 aufgelöst. Dann wird der Landkreis die Aufwandsträgerschaft allein übernehmen. „Ich kann Ihnen versichern, dass wir den Übergang so steuern, dass Sie ihn gar nicht merken“, sagte Hauner. „Der Landkreis ist sich der Verantwortung für das OMG bewusst.“

 

Nach einer verbalen Reise nach Las Vegas und durch die Schulzeit mit so manch witziger Anekdote durch die Schülersprecher Matea Majstorovic und Lukas Niklasch und vor der Zeugnisausgabe wurden noch viele Absolventen für besondere Leistungen geehrt. Theresa Maier und Carlos Esparza-Sanchez bekamen beispielsweise ein Geschenk von Landrat Hauner überreicht – weil sie mit der Traumnote 1,0 die Jahrgangsbesten waren. Lina van Brügge wurde ausgezeichnet, weil sie die beste Informatik-Seminararbeit im gesamten Großraum München geschrieben hatte. 

Landrat Josef Hauner überreichte ein Geschenk an die Jahrgangsbesten Carlos Esparza-Sanchez und Theresa Maier

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler wurden für ihre außerschulischen Leistungen geehrt

Das Orchester begleitete die Feier musikalisch

Matea Majstorovic und Lukas Niklasch führten durch die vergangenen acht Jahre