Mit dem Landrat unterwegs zur Firma Heinz Entsorgung

Rund 20 Interessierte begleiteten Landrat Josef Hauner im Rahmen der Reihe „Mit dem Landrat unterwegs“ zur Firma HEINZ Entsorgung Logistik Konzepte in Moosburg. Geschäftsführer Otto Heinz nahm die Gäste zunächst in Empfang und erläuterte ihnen wichtige Fakten zum bereits 1936 gegründeten Unternehmen. Nach einem Rundgang durch das Gelände, auf dem es hauptsächlich die bekannten grün-orangenen Müllautos zu sehen gab, ging es weiter zum Flughafen.

 

In unregelmäßigen Abständen wolle er Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, „Einrichtungen zu erleben, die man alleine nicht besuchen kann“. Das Thema Entsorgung betreffe jeden. Wie ist das mit dem Gelben Sack? Warum fährt an bestimmten Stellen kein Müllauto vor? Wohin muss ich mich mit meinem Anliegen wenden? Bei der Firma Heinz sollten Antworten auf Fragen wie diese geliefert werden. Uns so räumte Otto Heinz mit Mythen auf wie: Die verschiedenen Glassorten werden in einen Container gekippt. Oder: Der gesamte Abfall landet auf einem Haufen. Das sei nicht der Fall, die Mülltrennung habe durchaus ihren Sinn, so Heinz. „Aber ich bin froh, dass kritisch hinterfragt wird.“

 

1936 wurde die Firma Heinz gegründet, neben dem Hauptsitz in Moosburg gibt es Standorte hauptsächlich in Ober- und Niederbayern.  Das mittelständische Familienunternehmen bietet seinen etwa 6000 Gewerbekunden individuelle Entsorgungs-, Recycling- und Logistiklösungen. Mehr als 400 Mitarbeiter kümmern sich um die kommunale Entsorgung für 16 Landkreise. „Wir sind stolz darauf, solche Firmen bei uns im Landkreis zu haben“, sagte Landrat Hauner. „Ich weiß von meinen Landratskollegen, dass alle mit Ihrer Arbeit zufrieden sind.“

 

11,6 Millionen Euro habe der Landkreis Freising im Jahr 2016 für die Abfallentsorgung ausgegeben, so Hauner. Finanziert wird das System über die Gebühren der Bürger. „Die sind bei uns auf einem stabilen und im Vergleich zu anderen Landkreisen niedrigen Niveau.“ Der Landkreis arbeitet hier kostendeckend, nimmt nur ein, was er für seine Ausgaben benötigt.

 

Interessanter Besuch bei der GEO-Sortieranlage

Auf dem Gelände in Moosburg konnten die Teilnehmer nicht viel sehen, abgesehen von den Fahrzeugen und etwas Elektroschrott, der an die Behindertenwerkstätten in Freising zur Weiterverarbeitung gehen. Anschließend wurden sie mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Denn dort ist die GEO-Sortieranlage angesiedelt, eine Tochtergesellschaft von Heinz. Hier werden Wertstoffe sortiert und behandelt. Pro Jahr werden rund 35.000 Tonnen Wertstoffe aus Gelben Säcken – das entspricht Güterzug mit 300 Kilometern Länge – und ca. 13.000 Tonnen Gewerbeabfälle (Folien, Kartonagen usw.) verarbeitet. Diese werden aus 27 Landkreisen angeliefert. 65 Prozent werden stofflich verwertet, also recycelt, ca. 30 Prozent werden „energetisch verarbeitet“, das heißt, es wird Strom oder Wärme damit erzeugt.

 

Über mehrere unterschiedliche Trennvorgänge werden die Materialien sortiert. Die Endkontrolle übernehmen fünf Handsortierer. Mit einer Presse werden die Abfälle zu Würfeln mit 400 bis 800 Kilogramm Gewicht verdichtet. Die Firma trennt den Inhalt der Gelben Säcke in zehn verschiedene Bereiche: Dosen, weiche, harte und gemischte Kunststoffe, Papier, PET-Flaschen, Tetra-Pak, usw.

 

Die Besucher zeigten sich sehr interessiert, stellten zahlreiche Fragen und waren nach dem Rundgang durch das Gelände erstaunt. Ein wichtiger Hinweis von Betriebsleiter Georg Hadersdorfer war: „Man merkt, dass das Gefühl für Mülltrennung nachlässt.“ Verpackungen aus verschiedenen Materialien sollten stets getrennt werden. „Zum Beispiel Joghurtbecher aus Kunststoff und Pappe. Je sauberer wir das Material bekommen, desto sauberer können wir es trennen“, so Hadersdorfer.

 

Landrat Josef Hauner zeigte sich nach dem Rundgang durch die Anlage, in der die Wertstoffe von einem zum anderen Band befördert und immer weiter auseinanderdividiert werden, ebenfalls sehr interessiert und bedankte sich für die ausführlichen Erläuterungen und die Führung: „Es war sehr interessant, das Ganze einmal live zu erleben."

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