Internationales Workcamp: Teilnehmer aus sieben Nationen

„Ich liebe die Natur und ich liebe es, neue Menschen kennenzulernen“, sagt Elena. Die 19-jährige Italienerin ist eine von sieben Teilnehmern des Internationalen Jugendworkcamps im Landkreis Freising. Die jungen Leute aus Deutschland, Frankreich, Italien,  Spanien, Polen, Türkei und Ukraine verbringen seit Montag vier Wochen im Landkreis und kümmern sich um die heimische Natur. Bei einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück wurden sie vom Stellvertreter des Landrats, Robert Scholz, von Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher und Marzlings Rathauschef Dieter Werner willkommen geheißen.

 

„Es freut mich außerordentlich, dass junge Damen und Herren aus so vielen unterschiedlichen Nationen hier sind und sich aktiv für Landschaftspflege und Umweltschutz einsetzen“, sagte Robert Scholz. Hier hätten diese zudem die Möglichkeit, „sich international zu begegnen, Vorurteile abzubauen – falls vorhanden – und neue Freundschaften zu schließen“. Eine der wichtigsten Aufgaben, gerade der jungen Generation, sei der Schutz der natürlichen Ressourcen und Lebensgrundlagen.

 

Internationale „Connections“ zu knüpfen, sei von Vorteil, betonte OB Eschenbacher in englischer Sprache. Und durch die sozialen Medien könne man diese auch bewahren. „Wichtig für unsere Zukunft ist aber auch, eine andere Sicht auf die Natur zu bekommen.“ Das Projekt sei deshalb wertvoll, die Erfahrungen könnten die Teilnehmer in ihre Heimatländer tragen. „Es ist gut, dass Sie hier sind.“

 

Die täglichen Arbeitseinsätze von rund fünf Stunden finden im landschaftspflegerischen Bereich statt und werden organisiert und durchgeführt vom Landschaftspflegeverband Freising. An verschiedenen Einsatzorten im Landkreis und der Stadt Freising sind die 16- bis 23-Jährigen täglich im Einsatz, während  zwei Teilnehmer für das Haus und die Verpflegung verantwortlich sind. Auf Flächen vorrangig im Freisinger Moos, auf denen Blumen gedeihen sollen, müssen Baumsämlinge entfernt werden. Außerdem muss die Mahd zwischen den Arealen transportiert werden, erläuterte Tobias Oehmen vom Landschaftspflegeverband die Aufgaben. „Vielleicht bauen wir auch noch einen Pferdestall. Es gibt genug zu tun.“

 

„Arbeit ist das eine, Entspannung das andere“, sagte Marzlings Bürgermeister Werner. Am Wochenende Mitte August fährt die Gruppe nach Berchtesgaden. Ihre freie Zeit verbringt sie am und im Naturfreundehaus in Hangenham, wo die jungen Leute untergebracht sind, und bei Ausflügen in die nähere Umgebung sowie nach München. Vom Naturfreundehaus aus hätten sie eine wunderbare Aussicht. „Hier können Sie die Alpen von Salzburg bis Füssen überblicken.“

 

Es ist das 17. Workcamp im Landkreis Freising seit 2001. Projektträger ist der Landkreis Freising vertreten durch das Amt für Jugend und Familie. Die Kooperationspartner der Kommunalen Jugendarbeit vor Ort sind der Landschaftspflegeverband Freising, der sich um die Arbeitseinsätze kümmert sowie die Stadtjugendpflege Freising. Die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) e.V. in Bonn sind vernetzt mit Freiwilligenorganisationen weltweit und stellen die Workcampgruppen zusammen.

Sepp Rohrer, Vorsitzender der Naturfreunde, verteilt Weißwürste an die Teilnehmer