Feuerwehrehrenzeichen für 40 und 25 Jahre Dienst verliehen

Die Ausgezeichneten für 25 Jahre Dienst

Diese Herren sind seit 40 Jahren aktiv

Ein freudiger Anlass ist die Ehrung der langjährigen Feuerwehrleute

Der Große Sitzungssaal war voll besetzt

Zwei Brüder, ein Cousin - dreimal Betzenbichler - dreimal 40 Jahre Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Enzlhausen

Landrat Josef Hauner ernannte Kreisbrandrat Manfred Danner zum Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL) im Katstrophenfall

„Sie sind besondere Ehrenamtler!“ Dass Landrat Josef Hauner die Feuerwehren im Landkreis Freising hochachtet, daraus macht er nie einen Hehl. Die Leistungen, die sie für die Gesellschaft erbringen, hebt er stets hervor – weil sie es verdienen. Darum gehöre dieser Termin „zu den wichtigsten des ganzen Jahres“, betonte Hauner am Dienstagabend (16. Mai), als er die Feuerwehrehrenzeichen für 40- und 25-jährige Dienstzeit an insgesamt 152 Aktive verleihen durfte.

 

Zu Beginn entschuldigte sich der Landrat bei all Jenen, die „einen Stehplatz haben“. Der Große Sitzungssaal im Landratsamt reichte nicht aus, um alle Bürgermeister, Kommandanten und Feuerwehrkameraden aufzunehmen, die gekommen waren. „Aber Feuerwehrler haben ja Kondition!“ Und immerhin winkte im Anschluss an die Veranstaltung ein gemütliches Beisammensein samt Abendessen im Marstall.

 

Manfred Danner zum Örtlichen Einsatzleiter ernannt

Bevor die Kameraden ihre Ehrung bekamen, durfte Landrat Hauner erstmal Kreisbrandrat Manfred Danner eine Urkunde überreichen. Er ernannte ihn zum Einsatzleiter (ÖEL) im Katastrophenfall. Wird er nun im Katastrophenfall zum ÖEL benannt, übernimmt er die Gesamtleitung im Einsatzgebiet. Danner hatte den Lehrgang sowie die Abschlussprüfung an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried erfolgreich absolviert.

 

Erna Geier und Leni Neumeier waren die Ersten, die heraustreten und sich auszeichnen lassen durften. Seit 25 Jahren stehen die beiden Damen aus Abens aktiv im Dienste der Freiwilligen Feuerwehr. Sie erhielten dafür von Landrat und Kreisbrandrat Manfred Danner das silberne Ehrenzeichen, ebenso wie 83 Herren. Außerdem wurden 67 Feuerwehrmänner für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt – dafür gab es das goldene Ehrenzeichen.

 

Sie seien „pausenlos einsatzbereit“, opferten für Einsätze sowie Aus- und Weiterbildung wertvolle Stunden ihrer Freizeit, lobte Landrat Hauner die Feuerwehrleute. Und das trotz risikobehafteter Arbeit und oftmals psychischer Belastung. „Für Ihren selbstlosen Einsatz danke ich Ihnen im Namen aller Bürgerinnen und Bürger.“ Der Feuerwehrdienst sei „nicht planbar“, sagte Kreisbrandrat Danner. „Der nächste Einsatz kommt immer zur ungünstigsten Zeit.“ Dementsprechend dankbar müsse man den Ehrenamtlichen sein, die diese „herausragende und sehr verantwortungsvolle Tätigkeit“ ausüben.

 

Gute Ausbildung ist wichtig

Für die Bevölkerung sei es selbstverständlich, dass die Feuerwehr im Falle von Brand, Verkehrsunfall oder Hochwasser schnell zur Stelle ist, so Danner. Diese Erwartungshaltung stelle hohe Anforderungen an die Aktiven, die deshalb stets gut ausgebildet sein und auch Jugendliche heranziehen müssten. Landrat Hauner legt neben einer modernen Ausrüstung besonderen Wert auf eine gute Ausbildung. Dafür habe der Landkreis Freising 2016 die „bayernweit einzigartige“ Brandsimulations- und Löschtrainingsanlage am Bauhof Zolling eingeweiht, die „den hohen Ausbildungsstandard noch mehr steigern wird“. Neben den Kosten von 400.000 Euro gebe der Landkreis für den Unterhalt jährlich etwa 25.000 Euro aus. In diesem Jahr werde unter anderem eine neue Schnittstellensoftware  für die landkreiseigene Kreiseinsatzzentrale für rund 50.000 Euro angeschafft und der „Schmutzigraum“ im Feuerwehrausbildungszentrum umgebaut (50.000 Euro). „Das Geld ist gut angelegt und wurde von den Kreisräten auch nie in Frage gestellt“, betonte Hauner.

 

Denn auch die wüssten um die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren. „Sie sind unverzichtbar für die öffentliche Sicherheit und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“