Pflegeeltern gesucht: Werbefilme sind online

Ehrung der Filmbeteiligten aus Freising beim Jugendamts-Tag in Berlin (v.l.): Pflegemutter Judith Reitmayr, Bundesratspräsidentin Malu Dreyer, Vorsitzende BAG Landesjugendämter Birgit Zeller, Jugendamtsleitung Arabella Gittler-Reichel

Das Amt für Jugend und Familie Freising sucht dringend Pflegeeltern, die Kinder und Jugendliche bei sich aufnehmen. Gerne dürfen sich alleinstehende Personen mit oder ohne Kinder, Familien mit älteren oder erwachsenen Kindern oder Personen mit Vorerfahrungen/Ausbildungen im pädagogischen Bereich melden.

 

Wer Interesse hat, sich als Pflegefamilie zu engagieren, erhält unter Telefon 08161/600-253 alle notwendigen Informationen. Im Rosenhof-Kino in Moosburg wird seit Anfang November ein Werbefilm über Pflegeeltern gezeigt, der auch unter folgendem Link zu finden ist:

 

Werbefilm: Pflegeeltern gesucht 

 

Pflegeeltern werden schon länger benötigt. Weiter verschärft hat sich die Situation vor genau einem Jahr. Seither sind bundesweit alle Jugendämter für die Betreuung von jungen Flüchtlingen verantwortlich. Das Amt für Jugend und Familie in Freising kümmert sich derzeit um rund 130 unbegleitete junge Flüchtlinge. 17 davon leben in Pflegefamilien im Landkreis Freising. Beim "Tag des Jugendamts" am 21. November in Berlin zogen die rund 600 Jugendämter in Deutschland Bilanz. Auch Arabella Gittler-Reichel, Leiterin des Freisinger Jugendamtes, nahm an der Veranstaltung teil.

 

„Die Jugendämter geben vielen jungen Flüchtlingen die erste, entscheidende Starthilfe ins neue Leben – eine soziale, pädagogische und menschliche Mammutaufgabe“, sagte Birgit Zeller, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter. Sie seien zu wichtigen Integrationshelfern und „Lebens-Lotsen“ geworden. „Das Spektrum, um das sich die Jugendämter dabei kümmern, ist breit – von A wie Alphabetisierung und Aufklärung bis Z wie Zugang zum Arbeitsleben, Zwangsheirat und Zuwendung“, so Zeller. Die Jugendämter arbeiteten mit Schulen, Arbeitsagenturen und  Ausländerbehörden zusammen. Sie integrierten die jungen Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, in Sportvereine, in die Stadtteil- und Jugendarbeit.


Bei dem Jugendamts-Tag in Berlin wurden auch fünf Kurz-Porträts der Filmreihe „JA!Ankommen“ von jungen Flüchtlingen gezeigt, die einen Einblick in die Integrationsarbeit der Jugendämter geben. Einer davon handelt von Filmon, einem jungen Mann aus Eritrea, der von einer Familie im Landkreis Freising aufgenommen wurde und seither deren Leben bereichert.

 

Der entsprechende Link: "Filmon - Ein neuer Bayer" 

 

Die Filmbeteiligten wurden beim Tag des Jugendamts von Bundesratspräsidentin Malu Dreyer geehrt.

 

Alle fünf Kurz-Porträts sind hier zu finden: www.unterstuetzung-die-ankommt.de/videos/ja-ankommen